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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 08:37 Uhr

Werksführung : Einblick beim Marktführer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Ich werde mich in Zukunft nur noch von Haferflocken und Müsli ernähren“, sagte Oliver Stolz augenzwinkernd. Im Rahmen seiner Sommertour besichtigt der Landrat derzeit verschiedene Unternehmen und Organisationen im Kreis Pinneberg. Gestern warf er einen Blick hinter die Kulissen des Werks von Peter Kölln.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 20:45 Uhr

Das Industrie-Unternehmen, das deutschlandweit vor allem für seine Haferflocken, Müslis und Cerealien bekannt ist, blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits seit 1820 werden in Elmshorn Nahrungsmittel hergestellt und in die ganze Welt vertrieben. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz und wird von Hans Heinrich Driftmann in der sechsten Generation geführt. Gemeinsam mit Stefan Geiser, Mitglied der Geschäftsleitung, führte er Landrat Oliver Stolz über das Werksgelände und gewährte ihm einen Einblick in die Produktionsstätten. „Das Werk ist gut strukturiert und sehr aufgeräumt“, lobte der Landrat.

Peter Kölln produziert Cerealien und Hafersnacks, aber auch Heimtierkost sowie Speiseöle und -fette. Die Produkte werden in europäische Länder wie Spanien und Rumänien, aber auch in die USA und bis nach Südostasien exportiert. In Deutschland werden Einzelhändler beliefert. Die größten Kunden des Unternehmens sind Edeka und Rewe. Doch auch Discountmärkte, wie zum Beispiel Lidl, stellen die in Elmshorn hergestellten Produkte in ihre Regale.

Die „Blütenzarten Köllnflocken“ gehören seit 1938 zu den bekanntesten deutschen Markenikonen und sind bis heute das Flagschiff des Unternehmens. Daneben wurden Müslis und traditionelle Cerealien entwickelt, die in stetig wachsender Produktvielfalt vertrieben werden. „Cerealien und Müsli erleben aktuell eine wahre Renaissance, mit der niemand gerechnet hätte“, erläuterte Hans Heinrich Driftmann. Ein Trend, von dem Peter Kölln profitiert: „Wir sind derzeit Marktführer “, so Driftmann. Nur Dr. Oetker mache dem Elmshorner Unternehmen ab und an die Spitze streitig.

Seit seiner Gründung ist der Betrieb aufgrund technischer Innovationen immer weiter gewachsen. Nun sind die räumlichen Möglichkeiten am Standort Elmshorn ausgeschöpft, dennoch ist eine Ertüchtigung der gesamten Produktionslinie sowie eine Verstärkung der Mühlenkapazitäten geplant. Die Kosten dafür liegen im zweistelligen Millionenbereich. Doch diese hohe Summe wird durch die Einnahmen mit Leichtigkeit gedeckt: Der Umsatz des Unternehmens lag im vergangenen Jahr bei rund 125 Millionen Euro, eine deutliche Steigerung zum Jahr 2013.

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