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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 15:30 Uhr

Rathaus : Einbeziehung der Bürger vorgesehen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie die Verwaltung mitteilt, ist das Rathaus der Stadt Tornesch stark sanierungsbedürftig, insbesondere hinsichtlich der technischen Gebäudeausstattung, die nicht mehr den gesetzlichen Sicherheitsvorschriften entspreche. Mit Beschluss vom 11. Mai 2015 hat der Hauptausschuss die Verwaltung daher aufgefordert, die Maßnahmen und Kosten für eine Sanierung des Rathauses zu ermitteln und den Kosten für einen Neubau gegenüberzustellen.

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2016 | 21:28 Uhr

Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen hat die Architektengemeinschaft Knaack und Prell ermittelt, die geschätzten Kosten liegen danach bei rund 2,3 Millionen Euro. Da in Bordesholm kürzlich ein vergleichbares Rathaus errichtet wurde, hat die dort eingesetzte Architekten- und Ingenieursgemeinschaft PSP aus Hamburg eine Kalkulation für einen Neubau vorgelegt. Danach entstünden für drei Geschosse zuzüglich Staffelgeschoss und Tiefgarage Gesamtherstellungskosten von rund 7,64 Millionen Euro, als Standort ist das Grundstück des ehemaligen Penny-Marktes im Gespräch. Die Ausschussvorsitzende Verena Fischer-Neumann machte deutlich, dass eine Entscheidung Sanierung versus Neubau „keine parteipolitische Entscheidung ist, sondern aus der Mitte der Ratsversammlung kommen muss.“ Es wird erwogen, eine Bürgerversammlung zum Thema einzuberufen, um das Stimmungsbild unter den Einwohnern einzufangen.

Manfred Mörker (SPD) wies darauf hin, dass ein Neubau des Rathauses die Chance berge, das Rathaus in die Innenstadt zu verlegen. Viele ältere Einwohner hätten den Wunsch, „Rathaus und Weihnachtsmarkt in der Mitte der Stadt zu haben.“ Aus Sicht von Christopher Radon (CDU) müsste sich ein Neubau in das Gesamtbild des Zentrums einfügen: Man könne Kleingewerbeflächen im Erdgeschoss schaffen, mit der Integration von Volkshochschule und den Stadtwerken ließen sich an anderer Stelle Kosten einsparen. Hohen Klärungsbedarf sieht Verena Fischer-Neumann (SPD) bezüglich der veranschlagten Größe: Das bisherige Rathaus hat etwa 2400 Quadratmeter, die Neubauplanung fällt deutlich größer aus. Manfred Fäcke (SPD) wies darauf hin, dass die laut Bürgermeister Roland Krügel zwingend notwendige Tiefgarage im Neubau-Angebot der Firma Knaack und Prell noch fehlt. In den Kalkulationen seien zudem viele Posten wie zum Beispiel Zinsbelastungen nicht enthalten. Eventuell ergäbe sich aus dem Verkauf des alten Rathauses ein Erlös, es müsse aber auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass ein Verkauf nicht gelingt, dann schlügen die laufenden Unterhaltungskosten zu Buche.

Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst. „Wir brauchen zunächst Zahlen, über die wir uns alle einig sind“, resümierte Krügel. Fischer-Neumann ergänzte: „Wenn wir die Bürger mit einbeziehen wollen, brauchen sie diese Fakten auch. Die Verwaltung wird ihre Planung daher bis zur nächsten Hauptausschusssitzung weiter vertiefen.

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