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Stadtbücherei : Ein zeitgemäßes Medienzentrum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Start in das neue Jahr war in der Bücherei gleich mit einem langen Öffnungstag und dem Besuch vieler Nutzer, die Medien zurückbringen, die Ausleihe verlängern oder neue Medien mitnehmen wollten, verbunden. Auch die eine und andere neue Leserkarte musste ausgestellt werden. Und das mit neuer Benutzergebühr, denn ab 1. Januar sind für eine Singlekarte 15 Euro (bislang 12 Euro) und für eine Familienkarte 25 Euro (bislang 20 Euro) als Jahresgebühr zu zahlen. „Wir hatten bisher keine Nutzer, die sich über die Erhöhung beschwert hätten“, so Michael Harbeck. Die meisten Nutzer hätten mit „ist egal“ auf die Erhöhung nach 15 Jahren stabiler Nutzergebühren reagiert.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2013 | 20:57 Uhr

Der Büchereileiter freut sich, dass er auch bereits neu eingeführte „Schnupperkarten“ ausgeben konnte. Diese Karten gelten für ein Quartal und kosten 5 Euro, sind aber nicht innerhalb der Familie übertragbar. „Mal sehen, ob die Nutzer dann daraus doch Single- oder Familienkarten machen oder auch Schüler der KGS, die nicht aus Tornesch sind und in unserer Bücherei keine Nutzerkarte haben, durch die Quartalskarte zu Nutzern werden“, hofft Michael Harbeck auf Effekte.

Der Büchereileiter freut sich, dass die Politiker einer Personalstellenaufwertung um 0,27 zugestimmt haben und nun 10,5 Arbeitsstunden mehr pro Woche, verteilt auf mehrere Mitarbeiterinnen, zur Verfügung stehen. Auch die Entfristung einer 15-Stunden-Stelle wertet der Büchereileiter als Erfolg. Der Diplom-Bibliothekar und seine sechs Mitarbeiterinnen, ebenfalls qualifiziert und mit jahrelanger Berufserfahrung, besetzen nun 4,71 Personalstellen.

Die Aufgaben, die zu bewältigen sind, umfassen die Bereiche Stadtbücherei, Schulbücherei und Kreismedienzentrum. „Wir bündeln hier drei Institutionen, die die ganze Spannbreite von Bibliotheksarbeit ausmachen“, betont Michael Harbeck. Als er vor fast 16 Jahren die Bücherei Tornesch als Leiter übernahm, begann dort das EDV-Zeitalter in der Medienverwaltung. Jetzt stellt das Zeitalter der E-Books und der digitalen Verfügbarkeit neue Herausforderungen an die Bibliotheksarbeit. Michael Harbeck freut sich jedoch, dass in Tornesch auch noch „klassisch“ gelesen wird und „Kinder und Bücher“ noch zusammengehören. Das machen auch die Ausleihzahlen des vergangenen Jahres deutlich. In der Statistik für 2012 sind 235302 Entleihungen aufgeführt. Insgesamt hatte die Bücherei im vergangenen Jahr 1366 Stunden geöffnet und 33687 Medien (Bücher, CD, DVD, Audiobooks, Zeitschriften) zur Verfügung.

4861 Medien wurden aussortiert, weil sie veraltet sind oder seit Längerem nicht mehr ausgeliehen wurden. „Was nicht mehr nachgefragt wird, sind Sachbücher. Die Nutzer erhalten die Informationen, die sie früher daraus gezogen haben, heute aus dem Internet“, beurteilt Michael Harbeck die Wandlung. Er hat für seine Bücherei im vergangenen Jahr 4103 Medien neu angeschafft.

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