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Bauprojekt : Ein Zeichen für den Bildungsstandort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Friedrich-Ebert-Schule erhält bis Sommer 2017 ein neues Gebäude − der Weg dorthin war steinig.

von
erstellt am 16.Dez.2016 | 12:00 Uhr

Uetersen | Dicht gedrängt stehen die Schüler der Uetersener Friedrich-Ebert-Schule um Holger Zöllner, beobachten jeden Handgriff des Dachdeckermeisters genau. Was den Nachwuchs so fasziniert, ist eine Zeitkapsel − vermutlich die erste, die sie in ihren jungen Jahren bislang gesehen haben. Die Zeitkapsel, die Zöllner fachgerecht zulötet, enthält die obligatorischen Erinnerungsstücke an den 13. Dezember 2016 − den Tag an dem der Grundstein für den Erweiterungsbau der Grundschule feierlich gelegt wurde.

Lange war in Uetersen über den Neubau diskutiert worden. 2009 erstmals ins Spiel gebracht, soll er mehr Platz für die Betreuungsangebote der Schule schaffen und die mittägliche Essensausgabe vereinfachen. Doch die Politik war sich bis zuletzt nicht einig, so kritisierte beispielsweise die CDU noch im Mai die Bereitstellung von zusätzlichen 35.000 Euro, mit denen der Einbau eines Fettabscheiders sowie hygienische Oberflächen finanziert werden − nur dadurch ist die Essensausgabe möglich. Die grundsätzliche Entscheidung für den Bau war damals allerdings schon gefallen − nicht zuletzt aufgrund der Bürgerinitiative „Dreizügig – gut für Kinder“, die sich auch für die Erweiterung stark gemacht hatte und 2315 Unterschriften gesammelt hatte.

„Es war nicht immer einfach und stets ein umstrittenes Projekt“, blickte Andrea Hansen (SPD) am Dienstag entsprechend auf die vergangenen Jahre zurück. Doch während ihrer kurzen Ansprache betonte die Bürgermeisterin sogleich die positiven Aspekte: „Das Projekt passt gut hierher. Denn Uetersen ist der Bildungsstandort der Region.“ So investiere die Stadt im kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro in ihre Schulen. Dem aktuellen Bau wünschte Hansen alles Gute.

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„Es war nicht immer einfach
und stets ein umstrittenes Projekt.“

Andrea Hansen
Bürgermeisterin
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Auch Schulleiterin Karen Schlüter erinnerte an den „langen Weg“, den das Projekt gehen musste. „Doch jetzt wächst die Vorfreude stetig.“ Der Erweiterungsbau werde zusammen mit Hauptgebäude und Sporthalle ein schönes Ensemble bilden, so Schlüter. Die Schulleiterin dankte denjenigen aus Fraktionen, Elternschaft und Politik, die sich für den Bau eingesetzt haben.

Wie Schlüter erinnerte auch Eilika Plath, Vorstandsmitglied im Elternbeirat und maßgebliche Betreiberin der Bürgerinitiative, an den „weiten Weg“ bis zum Neubau. „Jetzt sind wir glücklich, dass es soweit gekommen ist“, so Plath.

Den konstruktiven Draht zum Bauamt der Stadt Uetersen betonte Bauingenieur Thomas Butzlaff vom Planungsbüro Butzlaff+Tewes, das den Bau planerisch begleitet. „Uns bringt das Bauen in Uetersen immer Spaß“, so Butzlaff, der gemeinsam mit Hansen und Schlüter die Zeitkapsel versenkt hatte. Der Ingenieur verwies zudem auf den hohen energetischen Standard des Gebäudes: „Es wird keine nennenswerten Energiekosten geben.“

Mittagessen im dritten Stock

160 Quadratmeter wird das neue Gebäude haben, das aus zwei Räumen und einem Sanitärbereich besteht. Platz, der insbesondere von der Betreuungsgruppe der Schule genutzt werden soll. In dieser werden Erst- und Zweitklässler vor und nach dem Unterricht betreut − in der Kernzeit von 11.30 bis 14 Uhr bis zu 35 Schüler. Doch nicht nur aufgrund der Tatsache, dass die Nachfrage nach der Betreuung in den vergangenen Jahren zugenommen habe, wie Schlüter erläuterte, sondern auch wegen der unbefriedigenden Situation bei der Essensausgabe sei der Neubau notwendig, so die Schulleiterin. Derzeit wird im dritten Stock des unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäudes serviert. Allein die Anlieferung der Speisen sei eine Mammutaufgabe. Dies werde sich deutlich verbessern, wenn einer der beiden neuen Räume für das Mittagessen zur Verfügung stehe, so die Schulleiterin.

Das Gebäude soll spätestens im Juni 2017 fertiggestellt sein − und damit pünktlich zum neuen Schuljahr. 435.000 Euro wird das Bauvorhaben insgesamt kosten.

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