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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 00:24 Uhr

Diabetes : Ein wichtiges Thema für Millionen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Menschen mit Diabetes wissen: Ernährung, Bewegung und Blutzuckerspiegel verbindet eine enge Wechselwirkung. Doch wie sich ein Spaziergang, ein Mittagsschlaf oder eine Portion Spaghetti auf den Blutzuckerwert auswirken, bekommt man nur durch eine Messung heraus. Das Ergebnis bildet bei insulinpflichtigen Diabetikern die Grundlage für die Dosierung der Injektion. Patienten, die kein Insulin zuführen, lernen durch die Messung, wie ihr Körper auf Bewegung und Nahrungsaufnahme reagiert und können so hohe Blutzuckerwerte gezielt vermeiden.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 21:13 Uhr

Doch die sogenannte Blutzuckerselbstkontrolle wirft immer wieder Fragen auf. Wann und nach welchem Schema soll gemessen werden? Wie erhält man verlässliche Messwerte? Und welche Systeme machen das Messen sicher und möglichst einfach? Die Antworten gibt es bei den Diabetes-Experten am UeNa-Ratgebertelefon.

Auch wenn der Erkrankung oft ein Insulinmangel zugrunde liegt: Jeder Patient hat seinen „eigenen Diabetes“. Denn jeder Organismus reagiert unterschiedlich auf Nahrungszufuhr und Bewegung, aber auch auf andere Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Erkrankungen oder nicht-alltägliche Lebenssituationen wie etwa einen Urlaub. Wie der eigene Stoffwechsel reagiert, kann man durch die Messung des Blutzuckerspiegels regelrecht erlernen – vorausgesetzt, man befolgt ein Messschema. Diabetespatienten, die auf Insulinpräparate angewiesen sind, sind besonders auf genaue Messergebnisse angewiesen, denn das Insulin muss genau dosiert werden. Eine Über- oder Unterdosierung kann gravierende Folgen haben.

Doch längst nicht alle Patienten nutzen die Erkenntnisse, die ihnen die Messwerte liefern. Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrage von Roche Diagnostics zeigt, dass nur vier von zehn Betroffenen mit Typ-2-Diabetes überhaupt nach einem festen Schema messen. 15 Prozent messen lediglich einmal am Morgen im nüchternen Zustand, jeder Dritte sogar nur einmal pro Quartal beim Arzt. Auf die Frage, warum sie den Blutzucker messen, geben 43 Prozent an, „weil mein Arzt die Werte sehen will.“ Damit verzichten die Betroffenen auf die Chance, ihren Diabetes anhand der Messergebnisse selbst besser unter Kontrolle zu bekommen – und erhöhen so das Risiko potentieller Folgeerkrankungen.

Die ständigen Messungen erfordern nicht nur ein festes Schema und Routine, sondern auch praxistaugliche Messgeräte, die zuverlässige Ergebnisse liefern. Das bestätigen auch die befragten Diabetespatienten: 72 Prozent wünschen sich genaue Werte, 70 Prozent eine unkomplizierte Handhabung. Zudem sollen die Geräte handlich sein und alle Funktionen in einem Gerät vereinen. Und immer mehr Patienten erwarten, dass die Ergebnisse auf ihren Computer übertragbar sind. So können sie ihre Verlaufswerte besser im Blick behalten. Wie sieht ein geeignetes Messschema für mich aus? Worauf muss ich beim Messen achten, damit die Werte genau sind? Wann und wie häufig sollte ich messen, wenn ich noch kein Insulin spritzen muss? Wie interpretiere ich die Messwerte? Was sagt der Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c) aus? Wer trägt die Kosten für die Teststreifen? Müssen Blutzuckermessgeräte bestimmte Normen erfüllen?

Diese und weitere Fragen können sich Interessierte am Donnerstag, 6. November, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr unter der gebührenfreien Servicenummer: 0800/2811811 beantworten lassen.

Das sind die Experten Uetersen (pl). Die Experten am UeNa-Telefon sind: Claudia Bobe; Diabetesberaterin DDG, Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal. Dr. med. Peter Loeff; Leitender Oberarzt und Diabetologe, Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal. Dr. med. Matthias Riedel; Internist, Diabetologe und Ernährungsmediziner, Gemeinschaftspraxis „Diabetes am Ring“, Köln.

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