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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 08:14 Uhr

Natur : Ein wichtiges Haustier

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Zwischen den Koalitionspartnern bestand von Anfang an Einigkeit darüber, dass die Bedeutung der Bienenhaltung nicht unterschätzt werden darf.“ Das berichtet der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. Im Koalitionsvertrag sei deswegen ein eigener Punkt zur Imkerei verankert worden.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 18:31 Uhr

„Die Biene ist nach Schwein und Rind das drittwichtigste Haustier. Rund 85 Prozent der Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen direkt von der Bestäubung durch Bienen ab“, betont Rossmann, der sich zuletzt im vergangenen Sommer im Moorreger Bienenmuseum über die Situation der Imker und ihrer Bienenvölker im Kreis Pinneberg informiert hatte. „Der wirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung in Deutschland wird auf 2,5 Mrd. Euro geschätzt. Die Bienenhaltung verdient daher aus wirtschaftlichen, aber natürlich auch aus Umweltgesichtspunkten eine besondere Aufmerksamkeit.“ Beim Deutschen Bienenmonitoring „DeBiMo“ geht es um die systematische Beobachtung und Untersuchung von Bienenvölkern mit dem Ziel, die Ursachen für das Bienensterben zu ermitteln. Mehr als 100 Imker beteiligen sich deutschlandweit an dieser Langzeitstudie der Bieneninstitute und liefern hierfür Daten über Betriebsstrukturen und zur Überwinterungsdynamik ihrer Völker sowie Proben ihres Honigs, sowie von Pollen und Tieren.

Auch wenn die Bedeutung des Monitoringprogramms von manchen Stellen in seiner Aussagekraft und Wirksamkeit angezweifelt werde, sei die Langzeituntersuchung nach seinem Dafürhalten eine wichtige Datenquelle, betont Rossmann. Es komme darauf an, gleichzeitig im Dialog mit Naturschutz und Imkern Perspektiven für den Bienenschutz zu entwickeln.

Konkret heißt es in der Vereinbarung der Koalitionsparteien: „Zum Erhalt und Ausbau der Bienenhaltung in Deutschland sind gemeinsame Bund-Länder-Anstrengungen notwendig. Wir führen das Deutsche Bienenmonitoring mit dem mehrjährigen Untersuchungsprogramm weiter.“

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