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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 11:57 Uhr

Fußball : Ein wertloser Kantersieg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einen herben Dämpfer bekam die Freude der Spieler und Verantwortlichen der 1. Herren des TSV Heist über ihren 16:0-Kantersieg gegen Kickers Halstenbek schon direkt nach dem Abpfiff. „Die Halstenbeker haben angedeutet, dass sie sich vom Spielbetrieb zurückziehen“, fürchtete TSV-Trainer Ingo Jopp die baldige Aberkennung des Sieges. Am gestrigen Dienstag erklärten die Kickers-Verantwortlichen dann tatsächlich die Abmeldung ihrer 1. Mannschaft vom Spielbetrieb, so dass der Hamburger Fußball-Verband alle Partien mit Beteiligung der Halstenbeker aus der Gesamtwertung nehmen wird ‒ für die Heistmer wird neben dem 16:0 auch das mit 5:0 gewonnene Hinspiel gestrichen.

Das Rückspiel gegen den Tabellenvorletzten war mehr als einseitig: „Die Kickers sind nur zweimal über die Mittellinie gekommen“, berichtete Jopp. Rafael Vazquez eröffnete bereits in der siebten Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Torreigen. Jeweils mit 20-Meter-Flachschüssen erhöhten Marc Richert nach einem Vazquez-Pass (12.) und Heiko Jedamski nach Vorarbeit von Hauke Suhl (23.) auf 3:0. Dann flog ein Halstenbeker vom Platz, weil er Schiedsrichter David Freundlich (vom VfL Pinneberg) beleidigt hatte (25.).

Ein Traumtor von Jan-Luca Bruckmann, der es nach einem Vazquez-Eckstoß mit einem Seitfallzieher versuchte, verhinderte Kickers-Keeper Karsten Weißenberg noch, doch den Abpraller schob Richert zum 4:0 ein (29.). Nachdem ein weiterer Gäste-Akteur wegen Meckerns mit „Gelb-Rot“ duschen gehen konnte (35.), kam die Pause. „Dass wir in der ersten Halbzeit nur viermal getroffen haben, war sehr schmeichelhaft für den Gegner“, urteilte Jopp. Im zweiten Durchgang fielen die Tore dann aber wie reife Früchte. Suhl per 15-Meter-Schuss nach einem Richert-Pass (52.) und Vazquez nach einer durch Marcel Mähl abgelegten Flanke von Nils Ludwig (54.) erhöhten auf 6:0. Dann traf Richert viermal in Folge: Nach einem Pass von Timo Kaland (57.), einer Vazquez-Flanke (59.), einem Zuspiel von Ludwig (60.) und nach Vorarbeit von Jedamski (62.) besiegelte der 30-Jährige ein zweistelliges Ergebnis.

Schön anzuschauen war das 11:0, das Jedamski nach einem Alleingang erzielte (66.). Richert tat es ihm beim 12:0 gleich (75.), ehe er zwei Minuten später nach einem Bruckmann-Pass zum 13:0 ins kurze Eck einschob. Suhl nach einem Jedamski-Zuspiel (79.), Richert per Kopf nach einer Vazquez-Ecke mit seinem achten (!) Tor des Tages (86.) sowie Suhl per Kopf nach einer Vazquez-Flanke (90.) erhöhten zum 16:0-Endstand. „Mit etwas mehr Konzentration hätten wir noch höher gewonnen“, wusste Jopp. Doch dann wäre der Ärger über den Rückzug nur noch größer gewesen ...

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erstellt am 15.Mär.2016 | 17:57 Uhr

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