zur Navigation springen

Flüchtlingsbetreuung in Tornesch : Ein Vorbild in Sachen Integration

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier lobt die Tornescher Netzwerke.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2016 | 14:00 Uhr

Tornesch | Begeistert von der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Volkshochschule (VHS), Politik und Verwaltung sowie dem aufgebauten Netzwerk bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingen zeigte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier bei ihrem Besuch im Sprachcafé ComeTOgether. „Ich bin beeindruckt, wie vorbildlich in Tornesch durch Eigeninitiative Netzwerke aufgebaut wurden und funktionieren. Tornesch ist der Mercedes in der Flüchtlingsbetreuung“, so die Vorsitzende des Innen- und Rechtsausschusses im Landtag.

Barbara Ostmeier war gemeinsam mit Dr. Michael von Abercron, CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2017 für den Wahlbezirk 21, zu dem auch Tornesch gehört, der Einladung der Tornescher Christdemokraten gefolgt, um mit Ehrenamtlichen, Bürgermeister Roland Krügel und VHS-Leiterin Inga Pleines über die Flüchtlingsbetreuung und Integration vor Ort zu sprechen und Flüchtlinge zu treffen.

130 Ehrenamtliche um Flüchtlingsbeauftragte Brigitte Berger, von Awo, DRK und Kirchengemeinde sowie Mitarbeiter der Verwaltung und der Volkshochschule beziehen in die Integrationsarbeit die Flüchtlinge ein und haben Sportvereine, die Arbeitsagentur, das Jobcenter und die Handwerkskammer mit ins Boot geholt. Im Juni startet ein Kurs in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter zur Vorbereitung jugendlicher Flüchtlinge auf eine Ausbildung.

„Unser Wirken ist keine Einbahnstraße. Wir vermitteln Rechte und Pflichten“, betont VHS-Leiterin Inga Pleines. So wirken Flüchtlinge mit Deutsch- und Englischkenntnissen in den Alphabetisierungskursen als Lehrer mit und werden mehrsprachige Flüchtlinge über den Verein „Brücke“ zu Sprachmittlern ausgebildet, um in einem kommunalen Dolmetscher-Pool zur Verfügung zu stehen. Finanziert wird die Ausbildung über die Stadt.

Mit der Einrichtung von DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) an den Grundschulen, an der Klaus-Groth-Schule über den Schulzweckverband Tornesch-Uetersen, der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen sowie der Bereitstellung von Personal und finanziellen Mitteln leisten Politik und Verwaltung ihren Anteil am Funktionieren der Integrationsarbeit. „Es herrscht ein aufgeschlossenes Miteinander. Alle schauen über ihren Tellerrand hinaus“, betont die VHS-Leiterin. Auch der CDU-Landtagskandidat Michael von Abercron bezeichnete das Zusammenwirken in Tornesch als vorbildlich. Bestes Beispiel für gelebte Integration ist der Iraner Mahdi Habibpur, angestellt im Rathaus als Flüchtlingsbeauftragter.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert