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Feier zu 90 Jahre AWO Ortsverein : Ein Vorbild für andere AWO-Vereine

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er könne sich Tornesch ohne die AWO nicht vorstellen, sagte Bürgermeister Roland Krügel im Rahmen des Feier zum 90-jährigen Bestehen des AWO-Ortsvereins. Mitglieder, Vertreter befreundeter Ortsvereine sowie geladene Gäste hatten sich in der Begegnungsstätte POMM 91 eingefunden, um die AWO-Arbeit in Tornesch zu würdigen.

„Danke, dass der AWO-Ortsverein so gut geführt und so gute Arbeit geleistet wird. Ohne AWO würde in Tornesch etwas fehlen“, so Bürgermeister Roland Krügel. Dass die Tornescher AWO immer mit der Zeit gegangen sei und gehe, hob der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hervor. Er erinnerte an die Sozialreformerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz. Sie hatte 1919 die Arbeiterwohlfahrt als Selbsthilfe der Arbeiterschaft gegründet. Daraus entwickelte sich eine Hilfsorganisation für alle sozial bedürftigen Menschen. In Tornesch wurde ein AWO-Ortsverein 1923 aus der Taufe gehoben. Aus der Zeit liegen keine Aufzeichnungen vor, nur von einer großen Veranstaltung im damaligen Bahnhofshotel. Mit dem Erlös der Veranstaltung sollte Bedürftigen vor Ort geholfen werden.

Die Entwicklung und die Aufgaben der AWO Tornesch waren 2009 von aktiven AWO-Mitgliedern in einer Chronik festgehalten worden. Exemplare der Chronik lagen zur Feier im POMM 91 aus, auch an Schautafeln waren mit Fotos und Texten vor allem aus dem Zeitraum der 1970er Jahre bis jetzt die Tornescher AWO-Aktivitäten dargestellt worden. Auch AWO-Vorsitzende Ilse Mettjes gab einen Rückblick, nannte die Namen ihrer Vorgänger im Vorsitz, erwähnte den unermüdlichen Einsatz von Emma Susemihl in den 1970er Jahren bei der Mitgliederwerbung und dankte allen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz die AWO in Tornesch aktiv und lebendig halten.

Kreisgeschäfstführer Hans-Jürgen Damm und die stellvertretende Landesvorsitzende Sonja Jacobsen sprachen Glückwünsche und ihren Dank aus. „Der Tornescher AWO-Ortsverein ist ein Vorbild für andere AWO-Ortsvereine im Land“, so Sonja Jacobsen. Pastor Henning Matthiesen würdigte das breite Spektrum der AWO-Arbeit vor Ort und die gute Zusammenarbeit in der Tornescher Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände, und der SPD-Ortsvorsitzende Manfred Mörker bezeichnete den 90 Jahre alten AWO-Ortsverein als jung gebliebenen Ortsverein, der sich den Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit verpflichtet sieht.

Ilse Mettjes dankte ihrem Helferinnen-Team, das auch diesmal wieder für liebevoll gedeckte Tische mit Kaffee und Keksen gesorgt hatte. Später wurde zum deftigen Buffet eingeladen. Für kulturelle Unterhaltung sorgten Mitglieder des VHS-Akkordeonorchesters „AccoFive“, der interkulturelle Frauenchor der VHS Tornesch-Uetersen sowie eine Line Dance Gruppe.

In würdevoller Weise wurde dem vor wenigen Tagen verstorbenen langjährigen AWO-Mitglied Heinz Klage gedacht. Er sollte an dem Nachmittag für 30 Jahre Organisation des beliebten AWO-Preisskats geehrt werden.

90 Jahre AWO-Ortsverein Tornesch

Würdigung einer mit der Zeit gehenden lebhaften AWO-Arbeit Tornesch (syk). Der AWO-Ortsverein Tornesch sei ein Vorbild für andere Ortsvereine betonte die stellvertretende Vorsitzende des AWO-Landesverbandes Schleswig-Holstein Sonja Jacobsen. Sie überbrachte dem Tornescher Ortsverein Glückwünsche zum 90-jährigen Bestehen, das mit AWO-Mitgliedern und geladenen Gästen in der Begegnungsstätte POMM 91 gefeiert wurde. „Sie leisten hier seit Jahrzehnten umfangreiche ehrenamtliche Arbeit für alle Generationen. Sie wissen, wo Hilfe und Unterstützung vor Ort gebraucht wird und geben sie“, würdigte die stellvertretende Landesvorsitzende die zahlreichen Aktivitäten und merkte an, dass die Ideen aus dem Tornescher AWO-Ortsverein und dem Zusammenschluss der AWO-Ortsvereine Tornesch, Uetersen, Heidgraben und Moorrege als AWO-Kleeblatt Schule machen. „Es ist vorbildlich, wie sie zusammenarbeiten. Die AWO-Ortsvereine sind die tragenden Säulen unserer AWO-Arbeit. Wir müssen aber aufpassen, dass nicht alles über das Ehrenamt geleistet wird und Hauptamtliche durch Ehrenamtliche ersetzt werden“, machte Sonja Jacobsen, die auch Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Dithmarschen ist, deutlich.

Gleichzeitig betonte sie, dass in der Mitgliederwerbung nicht nachgelassen werden dürfe. „Wir brauchen jüngere Mitglieder im Ehrenamt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ In diesem Zusammenhang lobte sie das Engagement von Ilse Mettjes, die seit fast vier Jahren den Ortsverein Tornesch leitet. Er ist mit 220 Mitgliedern der zweitgrößte AWO-Ortsverein im Kreis Pinneberg. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche, auch jüngere Mitglieder, gewonnen und für eine aktive Mitarbeit begeistert. Glückwünsche zu 90 Jahren AWO-Arbeit in Tornesch überbrachten auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, der AWO-Kreisgeschäftsführer Hans-Jürgen Damm, der Tornescher Bürgermeister Roland Krügel, der Tornescher SPD-Ortsvorsitzende Manfred Mörker sowie Pastor Henning Matthiesen. Sie würdigten das ehrenamtliche und hauptamtliche AWO-Engagement, das in Tornesch von der Kinderbetreuung im Krippenalter bis zur Pflege im Alter reicht.

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erstellt am 27.Okt.2013 | 21:50 Uhr

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