Tradition : Ein Vogel wollte Hochzeit machen. . .

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Die Vogelhochzeit bildet im Jahreskanon der Uetersener Schützengilde von 1545 einen Höhepunkt des geselligen Beisammenseins. Gefeiert wurde dieser Königsball am Sonnabend in der Gaststätte Zur Erholung.

shz.de von
25. Januar 2015, 18:10 Uhr

Aus Gründen der Betroffenheit und Rücksichtnahme gegenüber der Familie wurde der Ball nach dem Tod von Rudolf Lavorenz, der Ehrenältermann der Gilde war, vom November 2014 auf den Januartermin verlegt. Der König selbst, Thorsten Möller, erinnerte zu Beginn der Zusammenkunft daran.

Es waren mehr als 140 Gäste, die der Einladung Seiner Majestät gefolgt waren. Darunter Vertreter befreundeter Schützenvereine. Ehrenhalber eingeladen worden waren Ehrenältermann Jürgen Kühl, die beiden Ehrenmitglieder Otto Riewesell und Martin Pilzecker, Bürgermeisterin Andrea Hansen, Oberst Klaus Christian Kuhle, Kommandeur der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) und Freund der Gilde, Kreisschützenkönigin Heike Klein, Gerhard Quast, Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes (DSB) und mehrere Mitglieder des Musikzuges „Rosenstadt Uetersen“. Die Musikanten begleiten die Umzüge der Gildebrüder bereits seit vielen Jahren.

Drei Dinge waren es, die als Höhepunkte gefiltert werden können. Zum einen das kalt/warme Buffet aus der Küche der Familie Ratjen, zudem die Damenrede durch den Ersten Ritter, Martin Weiner, und schließlich der schwungvolle Teil des Abends, die aus vielen Tanzrunden bestanden.

„Das Schönste an den meisten Männern ist die Frau an ihrer Seite“, begann Weiner seine Laudatio auf die holde Weiblichkeit, die sich auch für diesen Abend schick gemacht hätten. Das perfekte Styling koste Zeit, doch habe es sich, so Weiner, gelohnt. Das sei wohl zu erkennen. Den französischen Schauspieler Jean-Paul Belmondo zitierend, sagte der Erste Ritter, dass die Frau das einzige Geschenk sei, dass sich selbst verpacke. Und Ralf Waldo Emerson habe einst gesagt, dass eine Frau dann fürs Ausgehen gut zurecht gemacht sei, wenn der Mann an ihrer Seite lieber mit ihr Zuhause bliebe.

Dem vermeintlichen Massen-Phänomen der Normalität einer gleichgeschlechtlichen Ehe könne er nichts abgewinnen.

Auch sei es nicht seine Meinung, dass es heute zuweilen heiße, dass das Ändern des Geschlechts durch Hormontherapie heute etwas ganz Normales sei. Es habe viele Sackgassen in der Entwicklungsgeschichte des Menschen gegeben. „Mal sehen, wie das so weiter geht!“, so Weiner.

„Ich bin für meinen Teil in diesem Punkt eher konservativ. Ich freue mich auf diesen schönen Abend und bilde mir gerne ein, die Frauen hätten sich für ihre Männer – für uns Männer, hier und heute, schick gemacht und ein klein bisschen auch für mich. Ich jedenfalls fühle mich in dieser Runde sauwohl und sage allen Damen: Vielen Dank!“, schloss der Erste Ritter seine Lobrede.

Toll zurecht gemacht worden war auch der Festsaal. Deutlich erkennbar dabei: Das Königspaar ist dem Pferdesport und der Pferdezucht nicht abgeneigt. Die Mühe der für den Schmuck Verantwortlichen wurde sehr gelobt.

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