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Uetersener Nachrichten

23. November 2017 | 04:58 Uhr

Wedeler Marsch : Ein Vogel und sein Fest

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er gehört zur Familie der Regenpfeifer, brütet vorzugsweise auf den Wiesen vor den Deichen und auf feuchten Marschwiesen. Damit ist der Kiebitz einer der Stammgäste in der Wedeler und Haseldorfer Marsch. Wenn er im März in seine Sommerresidenz zurückkehrt, lässt sich der imposante und spektakuläre Balzflug des Watvogels wunderbar beobachten. Der Nabu widmet dem Kiebitz regelmäßig ein eigenes Fest.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 19:15 Uhr

Am Sonntag, 13. April, wird es von 10 bis 17 Uhr wieder unzählige Naturliebhaber und Vogelfreunde in die Wohnstube des Vogels mit dem markanten Kopfschmuck, die Wedeler Marsch, locken. „Der Kiebitz steht symbolisch für die reichhaltige Vogelwelt hier, und deshalb haben wir das Fest nach ihm benannt“, sagte Marco Sommerfeld, Leiter der Car-Zeiss-Vogelstation nahe Fährmannssand. Sie ist traditionell das Zentrum des sommerlichen Naturerlebnisses.

Um seine Botschaft an den mann und die Frau zu bringen, bedient sich Sommerfeld gerne der besonderen Gaben derer, die für den Nabu arbeiten. Dr. Uwe Westphal gehört dazu, ein begnadeter Vogelstimmenimitator, der jede erdenkliche ornithologische Geräuschkulisse erzeugen kann. Mit Führungen am Tag des Kiebitzfestes sollen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder für die heimische Vogelwelt begeistert werden. Überhaupt gilt den Kindern Sommerfelds besondere Aufmerksamkeit.

Damit sie erfahren, wie spannend Natur sein kann, gibt es die Kiebitz-Olympiade sowie Angebote rund um das „Fuchs-Mobil“, eine Art mobile Erlebnisstätte der Wedeler Naturschutzjugend. Der Verein Tourismus in der Marsch wirbt für seine Ausflugstipps, der ADFC stellt ausgewählte Radtouren, die Bandreißer ihr altes Handwerk vor, und Profis geben Tipps rund um das Thema Naturfotografie.

Grundlage für das mehr als 17 Hektar große Schutzgebiet, in dem auch die Station Carl Zeiss liegt, ist eine Kleientnahmestelle, die in den 1970er Jahren im Zuge des Deichbaus entstand. Mittelpunkt ist ein elf Hektar großes Gewässer mit vielen Buchten am Ufer, Flachwasserzonen, Schlammgebieten und Brutinseln sowie einer abwechslungsreichen Pflanzenwelt. Drei Beobachtungsstände mit höhenverstellbaren Sehschlitzen erlauben einen freien Blick auf das Gewässer und die Inseln, ohne dass die Bewohner gestört werden. Das macht einzigartige Beobachtungen möglich.

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