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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 01:17 Uhr

Mindestlohn : Ein Schritt nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der von der SPD in der Großen Koalition durchgesetzte Mindestlohn scheint derzeit auf breite Zustimmung zu stoßen. Was einige nicht repräsentative Umfragen konstant seit Längerem ausweisen, zeigte sich jetzt auch beim Arbeitnehmerforum der SPD in Uetersen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung, zu der der Kreisverband Pinneberg der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) in die Gaststätte „Uetersener Hof“ geladen hatte, kam es zu einer regen Diskussion mit Betriebsräten und Gewerkschaftern aus dem ganzen Kreis. Als Gast konnte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann dabei zahlreiche Anregungen zu Ausgestaltung und Umsetzung der neuen Regelung mitnehmen.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 21:22 Uhr

„Zum Jahreswechsel 2014/2015 wird der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Das ist ein Meilenstein für die Arbeitnehmer in Deutschland“, berichtete Rossmann vor den Besuchern.

„Nur Branchen, die bis zum Abschluss des parlamentarischen Verfahrens einen Mindestlohn über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz vereinbaren, können abweichend vom allgemeinen Mindestlohn maximal bis Ende 2016 nach dem vorliegenden Mindestlohntarif entlohnen.“ Ab 2018 werde dann eine Kommission die Höhe des Mindestlohns regelmäßig überprüfen und angleichen. „Hier werden auch die Gewerkschaften vertreten sein. Wichtig ist außerdem, dass dafür gesorgt ist, dass dort nicht nur Männer am Tisch sitzen, sondern auch die Beteiligung von Frauen festgeschrieben ist“, betonte Rossmann mit Blick auf die besonders schwierige Situation von Frauen im Niedriglohnbereich.

AfA-Kreischef Norbert Vahl und der IG-Metall-Bevollmächtigte Kai Trulsson stimmten Rossmann zu, mahnten aber an, die SPD solle in Berlin stark bleiben und sich keine weiteren Kompromisse abhandeln lassen. Aus gewerkschaftlicher Sicht seien auch die weiteren Bestandteile des Tarifpakets von Bundesarbeitsministerin Nahles positiv zu bewerten, in denen aktuelle, arbeitnehmerfreundliche Regelungen zu Entsendegesetz und Allgemeinverbindlichkeit gefunden würden, befand Trulsson.

Vahl regte an, die vorgesehenen Ausnahmen bei Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen noch einmal zu überdenken.

Einen eigenen Blickwinkel brachte der Sozialreferent des SoVD-Landesverbandes, Christian Schultz, in die Debatte ein.

Er wies darauf hin, dass der Mindestlohn für viele im Niedriglohnbereich arbeitende Menschen ein großes Stück mehr an Wertschätzung ihrer Arbeitsleistung bedeute. „Und der Mindestlohn wird langfristig als eine präventive Maßnahme gegen Altersarmut Wirkung zeigen.“

Zusammenfassend wies Rossmann darauf hin, dass die SPD mit dem noch vor der Sommerpause zu verabschiedenden Projekt ein zentrales Wahlversprechen umsetze.

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