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Pantheater : Ein Schauspiel über wahre Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weitgereiste Künstler weilen derzeit im Haseldorfer Pantheater, der einzigen Profibühne im Kreis Pinneberg. Sieben Ostafrikaner sind nach Deutschland gekommen, um ein Stück zu präsentieren, das sie zusammen mit dem Regisseur Michael Leye und der Schauspielerin Annabell Andreas entwickelt haben. Die Musik-Theater-Video-Show „Nyumbani – Zu Hause“ beschäftigt sich mit Partnerschaft und Heimat in einer globalisierten Welt.

Als „jung und hervorragend“ charakterisiert Leye die Künstler aus Tansania. Sie sind Videomacher, Tanz- und Schauspielerlehrer, Sänger, Komponist, Tänzer und Darsteller. Alle arbeiten bei „Talent Search And Empowerment“ (TSE) in Daressalam. Über den Entwicklungshilfeverein „Kawaida“ bekam Leye Kontakt zu der Ausbildungsstätte für junge Künstler. Auf Anregung der Hamburger Senatskanzlei reiste er gen Süden, denn Daressalam und die Hansestadt haben eine Partnerschaft.

In mehreren Projekten beschäftigten sich die Haseldorfer Theatermacher bereits mit den Lebensumständen der Menschen auf anderen Kontinenten. Im März habe man sich „kennen und schätzen gelernt“, berichtet der Regisseur. Im September flogen die Haseldorfer noch einmal zu Proben an den Indischen Ozean. Zwischendurch arbeiteten die Afrikaner alleine. Vor Kurzem feierte das Stück in Daressalam Premiere. Drei Tage sind die Tansanier in Deutschland. Gesprochen wird Swahili, nicht jeder verfügt über ein paar Brocken Englisch. Paula Högermeyer arbeitet in Tansania in der Entwicklungshilfe und kam als Dolmetscherin mit.

Als „friendly and lovely“ beschreibt Hamisi Kassimu die Deutschen. Vieles sei anders, so Aischa Athumani, aber sie fühle sich hier wohl. Dass es auch in Deutschland Menschen gibt, deren Leben hart ist, haben sie beim Anblick von Obdachlosen im Schanzenviertel erfahren. Näher sei ihm Hamburg mit den vielen Menschen, berichtet Oliver John, als die Marsch, wo man lange Zeit an der Straße gehen kann, ohne jemanden zu treffen. Alle Künstler hoffen, dass die Zuschauer mit einem etwas anderen Blick auf das Trennende und Gemeinsame des Lebens in Erster und Dritter Welt aus dem Stück kommen. Dieses Anliegen verknüpfen sie mit „einem hohen Unterhaltungswert“, so Leye. „Es wird super lebendig, verständlich und emotional.“

Möglich macht das Projekt eine ganze Reihe von Förderern, wie der Hamburger Senat, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Aktion Mensch, der Katholische Fonds, der Evangelische Entwicklungsdienst und das Goethe Institut.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 21:18 Uhr

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