Interview : Ein neues Gesicht

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06. Juli 2012, 21:27 Uhr

Kreis Pinneberg/Kiel. Beate Raudies ist ganz neu dabei: Die Sozialdemokratin konnte sich mit 13 722 Wählerstimmen gegen Michael von Abercron (CDU) bei der Landtagswahl im Mai durchsetzen und vertritt seither den Wahlkreis Elmshorn im Kieler Parlament. Die verheiratete Mutter eines Sohnes wurde 1966 in Elmshorn geboren, hat auch hier ihr Abitur abgelegt und eine Ausbildung zur Diplomfinanzwirtin abgeschlossen. Vor ihrer Vereidung in den Landtag war sie als Finanzbeamtin in Hamburg tätig. Die UeNa haben sich mit Beate Raudies zum Gespräch getroffen.

UeNa: Frau Raudies, haben Sie sich gut in den Kieler Parlamentsalltag eingelebt? B. Raudies: Da der Alltag aufgrund der Sommerpause noch nicht so richtig eingekehrt ist, habe ich das Glück, mich langsam und gründlich einzurichten. Hier kommt mir ein ganzes Stück meine Verwaltungserfahrung zugute.

UeNa: Welche Aufgaben haben Sie im Landtag? B. Raudies: Im Landtag bin ich stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses, kulturpolitische Sprecherin und Mitglied im Petitionsausschuss. Außerdem wirke ich innerhalb der SPD-Fraktion in den Arbeitskreisen Inneres und Recht, Finanzen und Bildung mit. Als Fraktionssprecherin bin ich zudem für den Bereich Ehrenamt und Feuerwehr zuständig, worüber ich mich besonders freue, da ich in Elmshorn bereits Erfahrungen sammeln konnte. Eine wirklich tolle Arbeit und gerade die Verknüpfung von Finanzen, Kultur und Ehrenamt macht es für mich spannend.

UeNa: Wie wollen Sie die Interessen des Kreises am besten vertreten? B. Raudies: Niemals locker lassen! Der Kreis Pinneberg ist als Teil der Metropolregion Hamburg wichtig für das ganze Land.

UeNa: Wo sehen Sie den Kreis Pinneberg am Ende der Legislaturperiode? B. Raudies: Die Finanzverteilung passt aktuell nicht. Das Verteilungssystem muss anders ausgestaltet werden mit dem Ziel, die Kommunen finanziell besser auszustatten. Im Bereich der Bildung müssen bessere Voraussetzungen und Chancengleich durch mehr Krippenplätze und Ganztagsschulen geschaffen werden. Auch die Verkehrswege, sei es im Nahverkehr oder auf den Straßen, sollen ausgebaut werden – aber ausschließlich mit einer gesicherten Finanzierung.

UeNa: Wie fit sind Sie in den neuen Medien? B. Raudies: Facebook finde ich toll und nutze es auch gerne. Genauso macht es mir Freude, meine Homepage zu betreuen. Mit dem Kurzmitteilungsdienst Twitter habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt, werde dies aber schnellstmöglich nachholen. u www.beate-raudies.de UeNa: Frau Raudies, vielen Dank für das Gespräch.

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