Gemeinschaftsprojekt : Ein neuer Spielplatz entsteht

3507623_800x434_50101e233d2c2.jpg

Zwölf Teilnehmer im Alter von 17 bis 23 Jahren machten sich von Anfang bis Mitte Juli auf, im Russischen Selenogradsk einen Spielplatz zu erbauen. Das traditionelle Projekt wurde nach einer dreijährigen Pause wieder zum Leben erweckt, nachdem letztes Jahr ein ähnliches Projekt auf den Schäferhof in Appen stattfand. Initiator ist auch dieses Jahr wieder der Verein Selenogradsk e. V., der im Jahre 1995 gegründet wurde, um die Partnerschaft zwischen dem Rayon Selenogradsk und dem Kreis Pinneberg zu fördern. Die Deutsche Gruppe fuhr zusammen mit Ihren beiden Betreuern Lars Kascha und Lennart Jürgensen mit der Fähre von Kiel nach dem Litauischen Klaipeda von wo aus es mit dem Bus über die Kurische Nehrung nach Selenogradsk ging.

shz.de von
25. Juli 2012, 18:23 Uhr

Während des zweiwöchigen Aufenthaltes wohnten die Teilnehmer direkt neben einem Kinderheim, in dem 94 Kinder zwischen zwei und 18 Jahren leben. Der Hausmeister des Heimes, Jurij Garanin, übernahm die Betreuung für die handwerklichen Projekte sowie die Koordination der freiwilligen Helfer, die auch von russischen Jugendlichen unterstützt wurden.

Drei Hauptprojekte galt es anzugehen: Eine Seilbahn mit Grillplatz sollte errichtet und der Konzertsaal des Kinderheims neu gestrichen werden. Außerdem wurde der Flur des Kinderheimes neu bemalt und schon ältere Spielgeräte neu verziert und umgruppiert. Probleme traten auf, als bemerkt wurde, dass es sich bei den Maßen auf den russischen Bauplänen schlicht um Schätzungen handelte. Das bedeutete zum einen zwar Mehrarbeit, zum anderen aber auch eine Erhöhung des Spaßfaktors. Täglich um zehn Uhr begann die Arbeit und endete gewöhnlich gegen 17.30 Uhr. Die meisten der Teilnehmer verbrachten ihre Freizeit dann am nahegelegenen Strand, der nur zehn Fußminuten entfernt lag.

Nach zwei Tagen Arbeit fuhr die Gruppe nach Kaliningrad, um sich dort das Historische Museum und das Kant-Museum anzusehen.

Weitere Freizeitaktivitäten waren ein erneuter Besuch in Kaliningrad zum Stadtfest und eine Reise auf die Kurische Nehrung. Dort besichtigte die Gruppe den „Tanzenden Wald“, der hauptsächlich aus bizarr gewachsenen Bäumen besteht, die Vogelwarte und die Düne „Eva“.

Letzter Arbeitstag war der 12. Juli, an dem Seilbahn und Grillpavillon fertiggestellt wurden. Nach dem abendlichen Grillen hielt Jurij Garanin eine Ansprache und bedankte sich für den Fleiß der Helfer. Auch die Leiterin des Kinderheims, Isaeva Ludmila, bedankte sich für die Arbeit.

Betreuer Lars Kascha zog ebenfalls positive Bilanz: „Das ganze Projekt war eine wirklich runde Sache. Die Motivation der Teilnehmer war hoch und wir haben die gesteckten Ziele mit vereinten Kräften erreicht. Besonders schön zu beobachten war, dass der Gedanke zivilgesellschaftlichen Engagements auf russischer Seite immer mehr an Boden gewinnt.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert