zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 01:21 Uhr

Kaserne : Ein neuer Seelsorger für die Soldaten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die katholischen Soldaten der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) in Appen und Heide (Kreis Dithmarschen) haben einen neuen Seelsorger. Der Pastoralreferent Diakon Wolfgang Kamp hat den Militärdekan Jürgen Andreas Eckert abgelöst. Mit einem Gottesdienst in der Kapelle der Marseille-Kaserne führte der Katholische Leitende Militärdekan Monsignore Rainer Schadt den Diakon in das Amt ein.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2014 | 21:58 Uhr

Der USLw-Kommandeur Oberst Klaus-Christian Kuhle begrüßte den 56-Jährigen herzlich: „Wir brauchen Sie. Gerade unsere jungen Leute brauchen auch Ihre Hilfe“, sagte er. Die Luftwaffe stelle für die Anwärter ein neues Umfeld dar. „Sie brauchen ethisch-moralische Unterstützung. Deshalb freue ich mich, dass Sie bei uns sind“, sagte er. Wolfgang Kamp stammt aus Rheine in Westfalen. 1996 wurde er im Bistum Osnabrück zum Diakon geweiht. Ab 1997 begleitete er die Soldaten des Marinefliegergeschwaders II in Tarp (Kreis Schleswig-Flensburg). Anschließend arbeitete er in Flensburg an der Marineschule und der Schule für strategische Aufklärung. Ab 2009 war er als Schadts Referent in Kiel und nebenamtlich als Militärseelsorger an der Justizvollzugsanstalt Flensburg tätig. Dort arbeitet er auch künftig an den Wochenenden als Gefängnisseelsorger.

Sein Vorgänger Eckert wurde als Schadts Stellvertreter nach Rostock abgeordnet. Kamp ist bereits seit Mai in Appen und Heide im Einsatz. Offiziell in Dienst gestellt wurde er zum 1. November.

Der Diakon und seine Ehefrau Sabine leben in Flensburg. Sie arbeitet dort als Studentenseelsorgerin an der Europa-Universität. Er hat in der Marseille-Kaserne ein Zimmer. Das Paar hat eine 22 Jahre alte Tochter und einen 20-jährigen Sohn. Ein Militärseelsorger hat fünf Aufgaben: Gottesdienste in der Kaserne zu feiern, Sakramente wie das der Ehe und der Taufe zu spenden, Lebenskundlichen Unterricht zu erteilen, Veranstaltungen wie Familienwochendenden zu organisieren und Gesprächspartner der Soldaten zu sein.

Schadt betonte: Die besondere Situation der Militärseelsorger bestehe darin, dass sie nicht in einem binnenkirchlichen, sondern in einem staatlichen Raum arbeiten. „Ich brauche einen Zugang über den menschlichen Kontakt, bevor ich überhaupt die Botschaft vermitteln kann“, sagte er. Von den rund 50000 Soldaten in seinem Zuständigkeitsbereich, der sich über Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern erstreckt, sind 30000 konfessionslos, 15000 evangelisch und 5000 katholisch.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Militär und Kirche

Namhafte Gäste begrüßten den neuen Seelsorger: Aus Heide waren Oberstleutnant Matthias Axt, Kommandeur der II. Lehrgruppe der Unteroffizierschule der Luftwaffe, und Bürgermeister Ulf Stecher angereist. Als gewählte Volksvertreter überbrachten der stellvertretende Pinneberger Kreispräsident Dietrich Anders, der Appener Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak, und Heike Baumann, stellvertretende Bürgervorsteherin von Uetersen, Grüße. Die Pfarrer der katholischen Kirchengemeinden Hamburg, Roman Johannsen, Flensburg, Stefan Krinke, Heide, und Pfarrer Orpée Agbahey nahmen an der Feier teil. Auch Kamps evangelische Kollegen, die Militärpfarrer Jan-Dirk Weihmann vom Militärpfarramt Boostedt und Christian Andreas Tübler aus Appen begrüßten ihn. Letzterer berichtete, dass auf Kamps Initiative hin bereits die Kirche verschönert und ein Prayer-Breakfast eingeführt wurde. (jhf)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert