Versammlung : Ein neuer Platz für die Dorfjugend

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Eine Fleißarbeit, die kräftig mit Lob bedacht worden ist, stand im Mittelpunkt der Jugendvollversammlung. Drei Jungs sind nicht nur regelmäßige Gäste des Tine-Kropp-Hauses, sondern ließen sich auch von Jugendpfleger Sven Kahns dazu inspirieren, ein Modell des neuen Platzes für die Dorfjugend zu bauen.

shz.de von
07. Mai 2015, 17:53 Uhr

Denn das Baseball-Feld genügend nicht mehr den in die Regionalliga aufgestiegenen Westend 69'ers. Der Erweiterung fällt jedoch das Halfpipe-Gelände inklusive Bolzplatz zum Opfer, was aus der Sicht von Jugendpflegern und Politikern kein großes Problem darstellt, da die Geräte für die Skater bald 20 Jahre alt und deswegen demnächst sowieso abgängig sind. Als Ersatz guckten die Gemeindevertreter ein Areal neben den Tennisplätzen aus und die Versammlung wurde einberufen, um die Meinung der jungen Holmer zu hören.

Das Interesse war jedenfalls größer als beim ersten Versuch im November des vergangenen Jahres. Damals wie jetzt waren 228 Mädchen und Jungen zwischen zwölf und 18 Jahren eingeladen worden. Es gibt übrigens 600 Holmer bis zum 18. Lebensjahr. Kamen zur ersten Jugendversammlung fünf, so waren es jetzt 17. Komplettiert wurde die Runde von einigen Politikern, sowie Vertretern des TSV Holm und der Feuerwehr.

Die Modellbauer, die die vollste Unterstützung der anderen Kinder und Jugendlichen genießen, möchten auf der neuen Fläche gern eine Halfpipe-Anlage, ein Basketballfeld, ein Bolzplatz, ein Grillplatz sowie eine Ecke zum „Chillen“ schaffen. Das sei „großzügig geplant“, so Bürgermeister Walter Rißler (CDU), denn die 13-Jährigen nahmen gleich das ganze zur Verfügung stehende Terrain in Beschlag. Problem: Nebenan liegt die Anlage der TSV-Bogenschützen und bei denen haben die Pläne schon Nervosität ausgelöst. Zudem muss Abstand zur Bebauung gehalten werden, um die Anwohner vor Lärm zu schützen.

Im Juni soll sich der Bauausschuss – ihm sitzt Rißler vor – mit dem Modell der aktiven Jungen beschäftigen. Das Amt Moorrege muss danach die Kosten ermitteln. Der Bürgermeister fragte in die Runde, was die Kinder und Jugendlichen für unerlässlich halten, sollten Einsparungen notwendig sein. Bolzplatz, Halfpipe-Anlage und ein Platz zum Chillen, war man sich einig. Das Gemeindeoberhaupt erklärte, dass für das Projekt EU-Gelder aus der AktivRegion beantragt werden sollen. Dafür gibt es aus seiner Sicht gute Chancen, denn der Platz für die Dorfjugend passt hervorragend in die von Kiel festgelegten Förderkriterien. Aber der Start der AktivRegion verzögert sich, so dass es erst 2016 losgehen kann.

Allerdings wollen die Jugendlichen – mit dem Segen der Dorfpolitik – schon mal Sitzgelegenheiten bauen. Die sind für die neue Chill-Ecke vorgesehen, werden jedoch vorher auf dem alten Halfpipe-Gelände aufgestellt.

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