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Einwohnerversammlung : Ein neuer Plan für die Sanierung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer mit einer Wiederholung der hitzigen Diskussionen über die Sanierung der Straße Rosengarten aus der Dezember-Gemeindevertretersitzung gerechnet hatte, sah sich während der jüngsten Einwohnerversammlung getäuscht. 70 Bürger waren gekommen und es entwickelte sich eine intensive Diskussion. Ein neuer Vorschlag lag ihnen vor, den grundsätzlich niemand infrage stellen wollte. Friedlich verlief die Versammlung auch, weil die Wortführer des Bürgerprotestes entweder schwiegen oder gar nicht gekommen waren. Ausgearbeitet hatte den neuen Vorschlag der Bauausschussvorsitzende Gerd Mettjes (SPD), von Beruf Geschäftsführer einer Baufirma. Nicht mehr von der Sanierung der gesamten Straße von der Grenze zur Stadt Uetersen bis zum Oberrecht beziehungsweise Kuhlworth war die Rede. Dieser Vorschlag des Wegeunterhaltungsverbandes hätte die hoch umstrittene Summe von 600000 Euro gekostet.

„Einigermaßen“, so Mettjes, sei der Zustand einer etwa 1,7 Kilometer langen Strecke mit wenig Bebauung. Dies sollte mit geringem Sanierungsaufwand instand gehalten werden. Er rechnet dafür mit Kosten von 5000 bis 10000 Euro jährlich. Der Bereich des Rosengartens zwischen der Gabelung und dem Kuhlworth wurde 2011 saniert, so der Ausschussvorsitzende. Dort seien nur geringe Arbeiten nötig, etwa an der Einfahrt zur Hauptstraße auf dem Brückenberg.

Echten Sanierungsbedarf sieht er an der östlichen Abzweigung in Richtung Oberrecht. Dafür veranschlagt er Kosten von 100000 Euro.

Der Gemeindevertreter geht davon aus, dass nach erfolgter Sanierung der Verkehr hauptsächlich über den östlichen Teil des Rosengartens laufen wird. Als besonders gefährlich sieht Mettjes den Verkehr im westlichen Bereich Richtung Kuhlworth an. Der führt unter anderem über einen landwirtschaftlichen Betrieb. Um diesen Bereich sicher zu machen und den Verkehr zu reduzieren, möchte Mettjes die Abbiegung aus dem Rosengarten nur nach rechts in Richtung Kuhlworth und Binnendiek zulassen. Für seine Ausführungen erntete Mettjes kräftigen Applaus. Weitere Vorschläge kamen von den Bürgern, etwa zusätzliche Straßenlaternen, eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer oder Aufpflasterungen, wie sie in Dänemark gang und gäbe sind, um Raser zu bremsen.

Bürgermeister Reinhard Pliquet (SPD) sicherte zu, dass sich die Politiker mit allen Ideen auseinandersetzen werden. Der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen verwies darauf, dass die Kreisverwaltung bei vielen Vorschlägen ihr Okay geben muss, versprach aber ein „Kurzpassspiel“ mit der Behörde in Pinneberg.

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erstellt am 13.Feb.2015 | 21:13 Uhr

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