Ein neuer Mittelpunkt für Ahrenlohe

2013 wurde das Gebäude der Alten Ahrenloher Schule entkernt. Architektin Sonja Mußmann vom Bau- und Planungsamt der Stadt Tornesch steht in dem Raum, der künftig der Jugendfeuerwehr zur Verfügung steht.
Foto:
1 von 2
2013 wurde das Gebäude der Alten Ahrenloher Schule entkernt. Architektin Sonja Mußmann vom Bau- und Planungsamt der Stadt Tornesch steht in dem Raum, der künftig der Jugendfeuerwehr zur Verfügung steht.

sanierungDie Alte Schule am Tornescher Hörnweg soll Heimat vieler Vereine und Verbände werden / Umbau kostet 700 000 Euro

von
01. März 2017, 17:44 Uhr

Die Freude über die Sanierung der Alten Ahrenloher Schule dürfte insbesondere bei den Vereinen in Tornesch groß sein. Sind sie es doch, die das Gebäude nach Fertigstellung der Arbeiten für Veranstaltungen und als Treffpunkt nutzen können. Mittelpunkt des Ortsteils Ahrenlohe soll die Alte Schule werden und so das aktive Dorfleben fördern, wie Bürgermeister Roland Krügel (CDU) gestern während des symbolischen Spatenstichs sagte.

Wichtig ist allen Beteiligten, dass der ortsbildprägende Charakter des historischen Gebäudes gesichert wird. Deswegen bleibe das Bauwerk grundsätzlich so wie es sei, erläuterte Sonja Mußmann vom Bauamt der Stadt Tornesch gestern. Zu tun gibt es in den kommenden Monaten dennoch jede Menge: Die Klassenräume werden nach historischem Vorbild saniert. Brandmeldeanlage und Blitzschutz werden installiert, eine Drainage verlegt. Zudem wird das Gebäude, das auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht wird, künftig komplett barrierefrei sein. Mehr als 100 Quadratmeter Nutzfläche, verteilt auf zwei Räume, stehen künftig zur Verfügung.

Auch die Außenanlagen werden neu gestaltet − und zwar „behutsam“, wie Mußmann betonte. Die Grandfläche bleibe erhalten und eine Birke bilde den Mittelpunkt der Außenanlagen. Insgesamt solle der Dorfschulcharakter erhalten bleiben, so Mußmann. „Grün ohne Ende“, verspricht die Verwaltungsmitarbeiterin.

Bis 1969 wurde in dem Gebäude unterrichtet. Lange Zeit stand es anschließend leer, wurde lediglich vereinzelt genutzt, etwa von der Feuerwehr und dem Roten Kreuz. 2008 wurde es zum festen Standort für die sieben Jahre zuvor gegründete Jugendfeuerwehr der Stadt. Die Nachwuchsretter sollen das Gebäude auch nach der Sanierung nutzen. Auch für den Ortsbauernverband, die Jagdgenossenschaft, die Jagdhornbläsergruppe und die Ahrenloher Senioren wird das Gebäude am Hörnweg eine Heimat sein.

Eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Alten Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus und Treffpunkt spielt die Dorfgemeinschaft Ahrenlohe. Der Verein um den Vorsitzenden Frank Steckmeister hat die Räume bislang regelmäßig für Veranstaltungen und Treffen genutzt und möchte dies künftig noch intensivieren. Ob der Chor „De Moorhuulers“, die Ahrenloher Kinder, die Jugendlichen des Vereins oder die Theater spielenden Erwachsenen − Interessenten aus den Reihen der Dorfgemeinschaft gibt es genügend. Entsprechend sagte Steckmeister gestern: „Ich freue mich, dass die Stadt das Gebäude saniert und wir es wieder voll nutzen können.“


EU bezahlt mehr als die Hälfte


Der Weg bis zum Beginn der Arbeiten war für die Stadt allerdings steinig. Da der knapp 700  000 Euro teure Umbau des Gebäudes aus Mitteln der Europäischen Union mit 53 Prozent bezuschusst wird, galt es für die Verwaltung zunächst, jede Menge Hindernisse zu meistern. „Es war ein unglaublicher bürokratischer Akt und hat sehr lange gedauert“, beschrieb Inga Ries vom Büro des Bürgermeisters die Antrags- und Bewilligungsverfahren. Doch nun hoffe die Stadt, dass das Konzept aufgehe und das Gebäude fleißig genutzt werde, so Ries.

Die Arbeiten an dem Gebäude haben bereits begonnen. Das Geld bleibe dabei in der Nachbarschaft, betont Krügel. Denn die Aufträge hätten vorwiegend an in der Region ansässige Unternehmen vergeben werden können, so der Bürgermeister. Anfang Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein − und der Ahrenloher Dorfmittelpunkt in neuem Glanz erstrahlen.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen