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Heimatmuseum : Ein Moorreger Haus der Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Da hat die Opposition der Regierungspartei (unwissentlich) auf die Sprünge geholfen! Oder besser: Der Sozialdemokrat Franz Hehnke brachte den Christdemokraten Georg Plettenberg auf eine gute Idee. Mit einem kleinen selbst gemalten Namensschild, das Hehnke zwecks besserer Identifizierung während einer öffentlichen Veranstaltung an der Jacke trug! Das gefiel dem Moorreger Unionspolitiker derart gut, dass er sich spontan zur Nachahmung entschloss.

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2012 | 22:02 Uhr

Und das klang während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter dann so: „Wie ihr wisst, bin ich ja 30 Jahre im Gemeinderat. Und da habe ich mir gedacht, das ist eine gute Gelegenheit für eine Spende.“ Sprach’s und verteilte an die Mitglieder aller drei Fraktionen kleine Namensschilder, die das Wappen der Gemeinde ziert und die mit einem Magneten befestigt werden. Selbiges, so sein Wunsch, solle doch zukünftig möglichst oft zu sehen sein, etwa beim Wiesenfest. Das kam auch bei der Opposition gut an, die so kurz vor der parlamentarischen Sommerpause ohnehin nicht viel zu beanstanden hatte.

Weitgehende Übereinstimmung herrschte in der Frage einer Anschubfinanzierung für das Heimatmuseum. 25000 Euro waren in Aussicht gestellt worden, die Gemeindevertreter segneten diese Summe nun ab. Lediglich Finanzausschussvorsitzender Uwe Mahnke rügte die Summe als nicht ausreichend belegt. Der Begriff der „Anschubfinanzierung“ sei ihm zu vage, so der SPD-Politiker. „Ich erwarte, dass bei einer solchen Summe ein schlüssiges Konzept vorgelegt wird.“

Bereits vor etwa drei Jahren fassten Moorreges Politiker den Entschluss. Seitdem gehen verstärkt Exponate ein, die bislang zwischengelagert wurden. Weil in der alten Dorfschule direkt beim Bienenmuseum jetzt eine Wohnung frei wurde, besteht erstmals die Möglichkeit, den Plan umzusetzen. 100 Quadratmeter und fünf Räume, für Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) nicht nur von der Lage, sondern auch vom Platzangebot ein Glücksfall.

„Ab dem kommenden Monat wird renoviert, und vielleicht können wir dann Ende des Jahres schon eröffnen“, sagte er. Anders als etwa in Haselau, wo ein Verein die Trägerschaft übernommen hat, wird das Moorreger Museum von der Gemeinde betrieben. Aber auch hier geht es ohne ehrenamtliches Engagement nicht. Vor allem auf die ohnehin aktiven Mitglieder des Kulturforums setzt Weinberg, damit aus der 1957 geschlossenen Dorfschule ein Museumshaus werden kann.

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