Ernst Barlach Museum : Ein kultureller Dialog

Das Ernst Barlach Museum eröffnet am Sonntag, 31. August, eine hochspannende Ausstellung: „Das Beijing – Berlin –Projekt“ der Künstler Andreas Amrhein, Kang Jianfei, Tang Ping und Rüdiger Schöll. Gleichzeitig werden bemerkenswerte Werke aus Bronze des chinesischen Bildhauers Wang Shugang (*1960) gezeigt.

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28. August 2014, 19:25 Uhr

Er ist der Preisträger des Ernst Barlach Preises 2014, der ihm von der Ernst Barlach Gesellschaft zuerkannt wurde und am Sonntag um 12 Uhr verliehen wird. Der Juror, Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, wird die Laudatio halten. Wang Shugangs Werkauswahl und die Projektarbeiten zusammen gezeigt, rücken den „kulturellen Dialog zwischen China und Europa in ein neues Blickfeld.“ Das immerwieder kehrende Thema, das der Preisträger in stark reduzierter Formensprache behandelt, ist das „Verhältnis von Individuum und Kollektiv, in der von der Partei gelenkten Massengesellschaft Chinas“. Das „Beijing – Berlin – Projekt“ kam durch den Zusammenschluss Studierender an der Hochschule für Bildende Künste Berlin zustande. 1989 kam Tan Ping an die Hochschule und durch gelegentliches Treffen in der Druckwerkstatt schlägt er ein Experiment vor.

Es sollte, wie er später sagt, eine „Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im weltumspannenden Sinne werden.“ Die Künstlerin Hangzhou kommt hinzu. In Deutschland sollen Radierungen, in China Holzschnitte nach traditionellen Techniken Europas und Asiens entstehen.

Nur die Größe und Anzahl der Druckplatten, die die Künstler verwenden, werden festgelegt. Jeder arbeitet auf den Kupferplatten und Druckstöcken für sich, erst im Druckvorgang werden die Motive zusammengefügt und die farbigen oder schwarz-grauen Abstufungen überein-ander gelegt. Die Arbeiten irritieren. Es wird erkennbar, dass der „bewußte Verzicht auf das künstlerische Ego“ im Sinne einer kulturellen, historischen, politischen oder persönlichen Selbstbehauptung erfolgte. Eine Version wurde zu Papier gebracht.

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