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Round Table Pinneberg : Ein Kinobesuch mit Überraschungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer ins Kino geht, der weiß, warum. Denn er hat sich zuvor seinen Favoriten ausgesucht, den Lieblingsfilm.

Ganz anders war es kürzlich im Burg-Kinocenter. Dorthin hatten die Round Tabler aus Pinneberg (Round Table 27) eingeladen. Das Motto „Mystery Movie Night“ verriet den etwa 150 Besuchern lediglich, worum es ging: um das best gehütete Geheimnis des Abends. Mit großer Spannung warteten die Cineasten somit darauf, welcher Film während der Mystery Movie Night über die Leinwand des Burg-Kinos flimmern sollte. Als Michael Patt von den Round Tablern dann endlich verkündete, dass es nicht der hoch gelobte Streifen „Ziemlich beste Freunde“ sein sollte, war die Enttäuschung zunächst groß. Doch davon war nach gut zwei Stunden nichts mehr zu spüren, denn der gezeigte Film „The Help“ begeisterte alle. Die Film-Profis der Pinneberger Round-Tabler hatten voll ins Schwarze getroffen. Michael Patt und Oliver Wenzel hatten zum 4. Mal zur Mystery Movie Night eingeladen. Und zum ersten Mal nach Uetersen. Wie immer stand neben dem Vergnügen, die gute Tat im Vordergrund. Die Erlöse des Abends in Höhe von 1425 Euro kommen mehreren Serviceprojekten des Round Table zugute.

Die Pinneberger hatten den Kinofreunden einiges geboten. Zur Einstimmung auf den Hauptfilm wurde der Abend mit fünf Kurzfilmen eröffnet. Der Schwarze Humor kam dabei nicht zu kurz, und nach vielen Lachern kam die Stärkung am Fingerfood-Buffet genau richtig. Dann hieß es erneut „Bitte Platz nehmen“ für das Film-Highlight. In dem Südstaatendrama der 1960-er Jahre möchte die junge Autorin Skeeter zum Start ihrer Laufbahn etwas Besonderes veröffentlichen: eine Interviewreihe mit schwarzen Haushaltshilfen, die bei wohlhabenden weißen Familien arbeiten. In ihrer Heimatstadt bricht sie damit alle Regeln, denn die engagierte Journalistin will sich gegen die Knechtschaft der farbigen Haushälterinnen auflehnen. Zunächst scheint ihr Plan zu scheitern, da sich die Frauen nicht trauen, ihre Geschichten zu erzählen. Zu groß ist die Angst vor noch mehr Unterdrückung. Doch als eine der wohlhabenden reichen Frauen ein Gesetz initiiert, das verlangt, dass in allen Haushalten separate Toiletten für die Hausmädchen gebaut werden müssen, platzt einigen von ihnen der Kragen. Schon bald hat Skeeter mehr Interviewpartnerinnen als sie sich erhofft hatte. Die fantastischen Schauspielerinnen hauchen dem Drama emotionale Tiefe ein. Als Zuschauer spürt man förmlich, wie die Wut in den Haushälterinnen aufsteigt. Mit viel Fingerspitzengefühl, aber auch einer Prise Humor, wird die Doppelmoral der 60er Jahre in den USA skizziert.

Für die meisten Zuschauer hieß es nach der langen Filmmnacht: nach der Mystery Movie Night ist vor der Mystery Movie Night. So wird es wohl auch 2013 eine Überraschung geben an der Marktstraße 24.

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erstellt am 10.Apr.2012 | 21:16 Uhr

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