Achterbahn : Ein Jugendtreff für zwei Dörfer

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In Sachen Jugendpflege arbeiten Heist und Moorrege jetzt zusammen. Die „Achterbahn“ steht nun auch dem Nachwuchs aus dem Nachbardorf offen. Dies erklärten die Bürgermeister Jürgen Neumann und Karl-Heinz Weinberg (beide CDU) während eines Pressegesprächs im Heistmer Jugendtreff.

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26. November 2012, 20:54 Uhr

Vorerst für ein Jahr gelte diese Abmachung, sagte das Heistmer Gemeindeoberhaupt. 46000 Euro stellen die Kommunalpolitiker für ihr Jugendhaus auf dem alten Sportplatz in den Haushalt ein. 7000 Euro wird Moorrege zukünftig jährlich überweisen, damit sich die Kinder und Jugendlichen in Heist treffen können.

Eine „kuschelige Atmosphäre“ machte Weinberg aus. Und „super“ findet es Sönke Eggers (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Jugendpflege und Sport, dass der Treff länger geöffnet ist. Früher konnten die Kids montags, mittwochs und alle zwei Wochen freitags rein. Nun steht das Haus von Montag bis Freitag zwischen 15 und 20 Uhr offen. Das ist möglich, weil die Jugendpflegerin Kim Nadja von der Reith länger arbeitet. Einmal in der Woche ist sie zudem in der Appener Jupita aktiv und der dortige Erzieher Kai Semmelhack kümmert sich an diesem Tag um die jungen Heistmer. Diese Regelung hat für die Gemeindevertreter den zusätzlichen Vorteil, dass Appen jährlich 4000 Euro überweist. Heist zahlt also nur noch 350000 Euro für die kommunale Jugendarbeit.

„Ruhig geworden ist es“, so die Vorsitzende des Achterbahn-Trägervereins Kirsten Both. Vor einem Jahr sah das noch anders aus. Nach Randale musste das Haus zwischenzeitig geschlossen werden. Neumann sieht die Konsolidierung als Verdienst der beiden Jugendpfleger.

Geben sich die Moorreger Politiker in Sachen Finanzen gerne zugeknöpft, so zeigte sich Weinberg „gesprächsbereit“ über einen höheren Beitrag an Heist, sollte sich die Kooperation als tragfähig erweisen und verlängert werden.

Die Kooperation der beiden Gemeinden in Sachen Jugendhaus ist nichts Neues. Anfang des Jahrtausends gab es in Moorrege ein Jugendhaus an der Klinkerstraße, das auch die Heistmer besuche durften. Die fühlen sich dort allerdings nicht so wohl, also wurde von Müttern und Vätern erst der Trägerverein gegründet und dann die Achterbahn eröffnet. Ein Elternverein war Träger der Moorreger Einrichtung. Er wurde von der Kommunalpolitik kaputt gespart. Das Jugendwerk des Kirchenkreises übernahm die Betreuung der Jugendlichen kurzfristig. Die häufigen Wechsel der Erzieher ließen aber keine sinnvolle Arbeit mehr zu. Der Jugendtreff wurde endgültig dicht gemacht. Seit Anfang 2012 sind die Räume Klinkerstraße 84 das Domizil des „Kulturforum Moorrege“.

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