Schulzentrum Moorrege : Ein Jubiläum mit viel Schwung

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Einen Jubiläumsempfang der etwas anderen Art haben Pädagogen und Schüler der Regionalschule sich und ihren Gästen geschenkt. Schulleiterin Karen Frers blickt in ihrer Festrede in die 40-jährige Geschichte der pädagogischen Einrichtung. Es gab wenige und vor allem kurze Grußworte.

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06. Juni 2014, 20:12 Uhr

Den Großteil des zweieinhalbstündigen Programms bestritten jedoch die Schüler. Da wurde getanzt, gesungen, geturnt, Filme gezeigt sowie Klavier, Gitarre und Theater gespielt. Sie demonstrierten, mit wie viel Spaß, Kreativität und Leidenschaft sie zusammen mit den Lehrern ihre Beiträge erarbeitet haben.

Die Pädagogen Barbara Zestermann und Carsten Kuhtz leiteten locker durchs Programm. Eine kluge Regie haben Christiane Heinemann und Birgit Lange geführt.

Die von der Brandt-Regierung gewollte neue Bildungspolitik und der Schleswig-Holsteinische Generalschulbauplan löste Neuerungen aus, die bis in die Dörfer wirkten, berichtete die Schulleiterin aus der Chronik. Das Aus der Dorfschulen brachte die Gemeinden Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau 1971 dazu, einen Schulzweckverband zu gründen. Große Pläne wurden geschmiedet, etwa den Bau eines Lehrschwimmbeckens und einer Eisbahn sowie der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe. Der Start 1974 verzögerte sich um ein paar Tage, weil die Schulmöbel fehlten, erläuterte sie. Aufgrund wachsender Schülerzahlen wurde 1977 ein zweiter Bauabschnitt nötig. 1979 folgte die Sporthalle, 1980 mussten Pavillons aufgestellt werden.

Die Pisa-Studie bedeutete dann „das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf“ und setzte Reformeifer frei, erinnerte sich Karen Frers. Zudem „geriet die Bildungspolitik in die Mühlen der Landespolitik“. Die jüngste Konsequenz: Im Sommer wird aus der Regional- eine Gemeinschaftschule mit Ganztagsbetrieb. Über all den Veränderungen wurde das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren.

„Unsere Schüler sollen selbstverantwortliche Menschen werden und den für sie bestmöglichen Schulabschluss erreichen“, sagte die Rektorin. Schulrat Dirk Janssen würdigte die „hervorragende Arbeit über viele Jahre.“ Mit Blick auf die von Kiel beschlossenen Schulreformen der vergangenen Jahre lobte er „die Tatkraft, die Veränderungen zu gestalten.“

Diese Herausforderungen seien teilweise auch Zumutungen gewesen. Als „sozial, familiär, innovativ und freundlich“ charakterisierte die Schulelternbeiratsvorsitzende Andrea Speer die Arbeit der Regionalschule. Der Schulverbandsvorsitzende Karl-Heinz Weinberg attestierte „einen guten Ruf“. Etlichen Eltern sei sie schon als Kinder vertraut.

Beträchtliche Investitionen sind notwendig

Der bauliche Zustand des Moorreger Schulzentrums ist mehrfach während des Jubiläumsempfangs thematisiert worden.

Als „in die Jahre gekommen“ charakterisierte Rektorin Karen Frers das Gebäude. Geld für notwendige Investitionen müsste den Politikern „abgerungen werden.“ Schulrat Dirk Janssen sprach von „beträchtlichen Investitionen“, die notwendig seien um die Schule „zukunftsfähig zu halten.“ Dies werde den Gemeinden „manches abverlangen“. Die beiden Schulsprecherinnen Angelina Karst und Jaqueline Dresler skizzierten ihre Vorstellungen vom Schulzentrum in weiteren 40 Jahren. Ein „neues und viel größeres Schulgebäude“ sahen sie voraus. „Leckeres und gesundes Essen“ werde in einer „großen Mensa“ ausgegeben. Und die Schülervertretung verfüge dann endlich über einen eigenen Raum, so Jaqueline Dresler und Angelina Karst.

Den Kritikern hielt der Schulverbandsvorsitzende Karl-Heinz Weinberg entgegen, dass er „mehr Stärken als Schwächen“ sehe.

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