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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 17:49 Uhr

Vernissage : „Ein Hauch von Melancholie“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schönes Wetter gilt gemeinhin als Gift für Ausstellungseröffnungen. Selbst kunstsinnige Menschen halten sich bei Sonnenschein lieber im Freien auf, denn zu einer Vernissage zu gehen. Dass die Nebengebäude der Bandreißerkate gestern trotzdem sehr gut gefüllt waren, dürfte wohl an der bekannten Haselauerin liegen, die dort ausstellt. Kennenlernen konnten die Besucher an Kirsten Heer mit "Schwarz-Weiß Photographie, Portrait und Landschaft" eine bisher weitgehend unbekannte Seite.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2012 | 20:36 Uhr

Als Laudator war Professor Dr. Christoph Platte vom Kunstverein Haseldorfer Marsch eingeladen worden, der die Ausstellung organisierte. „Der Künstler schafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie“, grenzte er die Profession von Kirsten Heer von der der Maler und Bildhauer ab. Allerdings attestierte Professor Platte ihr ein „Malen mit Licht“ sowie einen „Hauch von Melancholie“ und das kreieren von „eigenen Stimmungen“. Die Marschmerin würde „einfühlsam und sensibel hinsehen“. Durch ihre Fotografien könnte man „Schönheiten sehen und entdecken“.

Ein „Gespür für Perfektion“ hatte Barbara Rühl im Namen des Kulturvereins am Anfang der Vernissage bei Kirsten Heer ausgemacht. Die hat sie sich während einer Ausbildung bei Michael von Gimgut in Hamburg angeeignet, der besonders als Portraitfotograf der Kreativen und Prominenten einen besonderen Ruf genießt. Nach der dreijährigen Lehre eröffnete sie 1977 ein eigenes Fotostudio in Hamburg. Bei ihrer Arbeit vor allem im Bereich der Modefotografie dürfte ihr die Erfahrungen als Modell von Vorteil gewesen sein. Gab sie den Beruf für drei Jahrzehnte auf, so nahm Kirsten Heer 2010 wieder verstärkt die Spiegelreflexkamera in die Hand. Nun allerdings eine digitale Kamera, die sie mit dem Wissen um Bildbearbeitungsprogramm und Drucktechnik kombinierte. Geblieben ist ihr die Suche nach den unzähligen Grautönen zwischen Weiß und Schwarz, wie sie für die analoge Fotografie charakteristisch ist.

„Wenn man eine Ausstellung verlässt, soll die Welt etwas leichter und lichter geworden sein“, steht für den Chemie-Professor aus Wedel fest. Die Werke von Kirsten Heer erfüllen diesen Anspruch.

Die Ausstellung ist am 11., 18., und 25. März sowie am 8. April von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Die Schau kann auch nach Vereinbarung unter Telefon 04129/1033 in Augenschein genommen werden.

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