Fussball : Ein hart erkämpfter Sieg

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Immer wieder für Überraschungen gut ist Schiedsrichter Boubacar Djalo (vom FC Elazig Spor): Hatte er am 22. Februar in der Partie der 1. Herren des TSV Heist beim SV Hörnerkirchen Freistoß-Spray verwendet, wofür ihn der Hamburger Fußball-Verband vier Wochen sperrte, so erschien er nun am Sonntag zum Kreisliga-Spiel der 1. Herren des Moorreger SV gegen den TuS Holstein Quickborn mit nur einem Assistenten. Dass das Schiedsrichter-Gespann nicht dreiköpfig war, konnten die Moorreger ver- schmerzen ‒ denn sie holten am Ende drei wichtige Punkte.

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20. Oktober 2015, 19:19 Uhr

„Das Spiel passte zum Wetter“, sagte MSV-Trainer Arne Frank und präzisierte: „Es war eine umkämpfte und intensive, aber definitiv keine gute Partie!“ Dass die Hausherren zunächst unaufmerksam waren, bestraften die Quickbornern schnell: Yannic Sichting bediente von rechts aus Torge Sellmer, der den Ball gut annahm und zum 0:1 ins lange Eck jagte (8. Minute). „Dann sind wir aber relativ zügig zurückgekommen“, sagte Frank angesichts der Tatsache, dass Florian Bloch nach einem Freistoß von Philip Zink zum 1:1 einköpfte (15.). Und als Marvin Hoffmann fünf Minuten später im TuS-Strafraum gefoult wurde, verwandelte Zink den fälligen Elfmeter zum 2:1.

„Leider hat uns diese Führung keine Sicherheit gegeben“, klagte Frank. Hüseyin Ayik, Kapitän sowie bester Akteur des TuS Holstein, lieferte sich mit dem ebenfalls bärenstarken Moorreger Jonas Kaiser packende Duelle und hatte auch zwei gute Chancen zum 2:2, die er jedoch vergab. Im zweiten Durchgang leistete sich die MSV-Abwehr eine weitere Unachtsamkeit: Ein Foul von Tobias Hasenbruch an Sellmer im eigenen Strafraum ahndete Djalo mit einem berechtigten Elfmeter für die Gäste, den Hakan Alcelik zum 2:2-Ausgleich nutzte (51.).

„Danach hätten die Quickborner die Partie durchaus zu ihren Gunsten entscheiden können“, stellte Frank trocken fest. MSV-Torwart Jan-Niklas Bohl verhinderte mehrmals stark einen drohenden Rückstand, ehe seine Vorderleute wieder für ein Gleichgewicht auf dem matschigen Platz am Himmelsbarg sorgen konnten. Die Hausherren agierten nun vornehmlich mit langen Pässen und holten mit diesem Stilmittel in der 70. Minute einen Eckstoß heraus; in dessen Anschluss konnten sie den Ball zum zweiten Mal in den TuS-Strafraum bringen, wo ihn Alexander Bleck vom Elfmeterpunkt aus per Bogenlampe zum 3:2 ins Netz beförderte.

Diesen knappen Vorsprung retteten die Moorreger ins Ziel. „Es war ein Kampfspiel der fundamentalen Art und Weise, das wir angenommen und erfolgreich zu Ende geführt haben“, freute sich Frank, der seinem Kapitän Spriestersbach sowie Jonas Kaiser ein Sonderlob aussprach: „Sie waren unsere Sieg-Garanten!“

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