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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 18:56 Uhr

Handball : Ein Handball-Fest am Himmelsbarg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Herbst 2014 glühten erstmals die Telefondrähte zwischen Uetersen und Kiel, als Angela Huckfeldt und Jens Kratzer von der Provinzial-Agentur in Uetersen bei der Zentrale der Versicherung anfragten, ob der THW Kiel im Jahr 2016 ein Freundschaftsspiel in Moorrege bestreiten könnte.

„Es hat ewig gedauert, bis eine Antwort gekommen ist“, erinnert sich Huckfeldt. Dann gab es aber eine Zusage ‒ und am Mittwochabend war es tatsächlich soweit: Der Deutsche Handball-Rekordmeister, dessen Hauptsponsor die Provinzial-Versicherung ist, gastierte zu einem Freundschaftsspiel bei den MSV-Handballern, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Unter den 550 Zuschauern in der rappelvollen Mehrzweckhalle An'n Himmelsbarg war auch Huckfeldt, die begeistert feststellte: „Ich schaue sonst nie Handball, aber es war ein großartiges Spiel ‒ und die THW-Spieler waren sehr sympathisch!“

In der Tat waren bei den Handball-Profis keinerlei Star-Allüren erkennbar: Schon vor dem Spiel ließen sich einige Kieler, allen voran Dominik Klein, mit Fans fotografieren. Und beim Aufwärmen durften auch einige MSV-Jugendspieler versuchen, die THW-Torhüter Niklas Landin und Nikolas Katsigiannis mit einem Torwurf zu bezwingen ‒ was einigen sogar gelang. Als die Mannschaften dann zu spektakulären Lichteffekten und Musik in die Halle einliefen, traten die Kieler „Störche“ mit nur elf Akteuren an. Die frisch gebackenen Europameister Steffen Weinhold (verletzt) sowie Rune Dahmke und Christian Dissinger waren, nur drei Tage nach dem EM-Finale, noch nicht im Aufgebot des THW. Dafür hatte der an einem Kreuzbandriss laborierende Patrick Wiencek die Reise nach Moorrege mit angetreten und stand nach der Partie ebenso wie seine Mitspieler für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung.

Der Gastgeber trat mit gleich 26 Spielern im Kader an ‒ was daran lag, dass neben 14 „echten“ Moorregern, die im Punktspiel-Alltag um den Klassenerhalt in der Bezirksliga kämpfen, für 60 Minuten auch zwölf Spieler des benachbarten Hamburg-Ligisten HSG Pinnau ein MSV-Trikot überstreiften. „Dass die Spieler am Dienstagabend nur einmal zusammen trainiert hatten, war nicht zu sehen“, stellte MSV-Trainerin Manuela Weber zufrieden fest und erklärte die Bitte um nachbarschaftliche Hilfe von der HSG wie folgt: „Normalerweise tritt ein Bundesligist wie der THW Kiel bestenfalls bei einem Landesligisten an ...“

In der Tat hielten die Moorreger auch dank der Pinnau-Spieler gegen den Deutschen Meister der vergangenen vier Jahre besser mit, als es vorab vielerorts erwartet worden war. Zur Pause stand es 9:25 und das Endergebnis lautete 14:45 aus MSV-Sicht. Weber gab unumwunden zu: „Ich hatte ein noch deutlicheres Resultat erwartet und bin sehr zufrieden, auch wenn der THW gerade in der zweiten Hälfte nicht mehr Vollgas gegeben hat!“ Die Zuschauer bekamen aber zahlreiche „Zauber-Tore“ der Profis zu sehen ‒ und natürlich wurden bei dem Handball-Fest die 14 MSV-Treffer besonders laut bejubelt!

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erstellt am 04.Feb.2016 | 19:26 Uhr

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