Ein gesundes Unternehmen mit sozialem Gewissen

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Die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Pinnau“ eG hatte zur 75. Mitgliederversammlung in den großen Saal des Parkhotels Rosarium eingeladen. Aufsichtsratsvorsitzender Burkhard Klietz und Vorstandsvorsitzender Manfred Kiewald informierten die rund 40 erschienenen Genossen über den wirtschaftlichen Erfolg des vergangenen Jahres und wagten zudem einen Ausblick.

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01. Juli 2015, 21:12 Uhr

Die „Pinnau“ wird in der Rosenstadt oft auch als das „soziale Gewissen“ bezeichnet. Denn die Genossenschaft unterhält ausschließlich Sozialwohnungen, die einem bestimmten Klientel vorbehalten sind. Diese Bevölkerungsgruppe verfügt über eher geringe Einkommen. Die Optik der Gebäude – der „Pinnau“ gehören rund 600 Wohnungen – spiegelt das nicht wider. Die Fassaden sind gut in Schuss, und auch das „Innenleben“ der Wohnungen vermittelt einen soliden Eindruck. Die Genossenschaft kümmert sich um die Mieter, investiert und modernisiert. Und wenn Gebäude ihr wirtschaftliches Lebensendalter erreicht haben, dann werden sie abgerissen und durch moderne Architektur ersetzt. Wie zuletzt an der Schanzenstraße geschehen. 2016 soll in Höhe des Spielplatzes am Eggerstedtsberg ein ähnlicher Gebäudetyp mit 29 Wohnungen errichtet werden (Kosten rund vier Millionen Euro). „Unsere Wohnungen werden ausschließlich an Mitglieder unserer Genossenschaft vermietet. Die Nachfrage nach günstigen Wohnungen ist unverändert hoch. Unser Geschäftsmodell ist nicht auf möglichst hohe Mieten und kurzfristigen Gewinn ausgerichtet, sondern auf dauerhafte Nutzung durch zufriedene Mitglieder, die pfleglich mit dem Wohnungsbestand umgehen und gute Nachbarschaften pflegen“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende. 2014 wurde in Höhe von knapp 650000 Euro investiert. Unter anderem wurden weitere Wohnungen mit Balkonen ausgerüstet.

Das Gesamtkapital der Genossenschaft beläuft sich auf 16,14 Millionen Euro, wobei die Eigenkapitalquote um 0,5 Prozentpunkte auf jetzt 39,4 Prozent gesteigert werden konnte. Der Jahresüberschuss der „Pinnau“ beträgt 242316,01 Euro, ein Großteil dieses Geldes fließt in die Rücklagen.

Als Dividende wurden an die Genossen 13175 Euro ausgeschüttet, vier Prozent des Jahresüberschusses. Derzeit gibt es rund 1000 Genossenschaftsanteile. Im Anschluss an die Präsentation des Zahlenwerks galt es, zwei Mitglieder für den Aufsichtsrat zu wählen. Antje Lorenzen und Inge Rabe wurden dabei bestätigt.

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