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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 23:34 Uhr

Ein gemeinsames Schützenfest?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Uetersener Schützengilde von 1545 ist die älteste weltliche Vereinigung im Kreis Pinneberg. 106 zahlende Mitglieder gibt es derzeit. Zu wenig, um zukunftssicher fortzubestehen. Denn, so merkte Kassenprüfer Harry Pilatzek anlässlich der Generalversammlung am Montag Abend in der Gastwirtschaft „Zur Erholung“ an: Als er vor inzwischen 17 Jahren in die Gilde eingetreten sei, seien es noch doppelt zu viele Männer gewesen, die sich zur Schützengilde bekannt hätten.

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erstellt am 21.Apr.2015 | 21:17 Uhr

Ohne eine Beitragserhöhung um moderate 2,50 Euro pro Monat geht es nach Ansicht von Pilatzek nicht. Unterstützung erhielt er spontan von Schatzmeister Horst Kleinwort, der zuvor ein defizitäres Jahresergebnis verlesen hatte.

Pilatzek hatte noch mehr Vorschläge im Gepäck, die nun im Vorstand erörtert werden sollen. Zum einen regte er an, darüber nachzudenken, die Beiträge für passive Mitglieder auf das Niveau der Aktiven anzuheben.

Weiter sagte der Kassenprüfer, dass man sich einmal darüber Gedanken machen sollte, die beiden Uetersener Schützenfeste zusammenzulegen. Schließlich gebe es zwei Uetersener Schützenvereine, die beide mit Kosten zu kämpfen hätten. Ältermann Joachim Henningsen sagte zu, das Thema Beitragsanpassung auf die Tagesordnung der Generalversammlung 2016 zu setzen.

Henningsen hatte zuvor an den 2014 verstorbenen Ehrenältermann der Gilde, Rudolf Lavorenz, erinnert. Er kündigte an, dass das Schützenfest vom kommenden Jahr an vor-aussichtlich nicht mehr im Festzelt auf dem Schützenplatz stattfinden wird. Die Party in einem solchen Zelt sei zu teuer.

Henningsen wünschte sich von den rund 70 anwesenden Gildebrüdern, dass sich jeder an der Mitgliederwerbung beteiligt und die traditionellen Veranstaltungen besucht. „Es gibt im Kreis Pinneberg nur noch zwei Vereine, die ein vollständiges Schützenfest feiern. Einer davon sind wir und das sollte auch so bleiben. Aber: Es ist festzustellen, dass die alten Traditionen in der Gilde immer weniger angenommen werden und stattdessen der Schießbetrieb oder auch ein Sommerfest in lockerer Runde einen höheren Stellenwert genießen“. Der Ältermann dankte sowohl seinen Vorstandskollegen als auch den Gildebrüdern, die durch Rat, Tat oder auch Spende geholfen hätten. Wahlen zum Vorstand betrafen die Positionen Zweiter Ältermann (André Slezak), Zweiter Beisitzer (Carsten Niedworock), Erster Schriftführer (Martin Weiner), Kassenwart (Horst Kleinwort), Obmann Festausschuss (Kurt Günther) sowie den Schützenmeister (Thomas Dohrn). Mitgeteilt wurde, dass das Schützenfest 2015 vom 12. bis 14. Juni stattfindet. Insbesondere das Vereins- und Verbändeschießen am Freitag (diesmal 12. Juni) finde großen Anklang, so Andreas Lüthje, der es ausrichtet.

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