Innenstadtbelebung : Ein „Frei-Raum“ für die Kunst

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Neben ihrer Muttersprache deutsch beherrscht sie spanisch und englisch fließend, hat in Hamburg spanische Romanistik studiert, Romanistik in La Coruna und Kunst in Berlin (Hochschule der Künste). Sie ist zertifizierter Business Coach und zertifizierte internationale Mediatorin.

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31. Juli 2014, 19:23 Uhr

Nicola Leidenfrost (40) hat bereits vieles zu ihrer Leidenschaft werden lassen, die Kunst aber gehört zweifelsohne zu ihren diesbezüglichen Favoriten. Die im Süden bereits sehr bekannte Malerin ist kürzlich nach Wedel gezogen, der Liebe wegen. Nun möchte sie auch im Norden bekannter werden. Und dieses Ziel packt sie offensiv an. Zum Beispiel jetzt auch in Uetersen. Wenn man so möchte, betreibt sie in der Rosenstadt nun eine Galerie. Stimmt nicht ganz, klingt aber gut und passt daher genau ins Konzept. Auch in das der Wirtschaftsförderin Meike Koschinski. Die Rathausmitarbeiterin ist bereits seit Jahren mit Attraktivierungsideen für die Rosenstadt befasst. Eine betrifft den Kampf gegen die Verwahrlosung von Freiflächen.

Geschäfte ohne aktuelle Nutzung gibt es leider auch in Uetersens City. Wie gut, dass sich im vergangenen Jahr Idee und Wirklichkeit miteinander verknüpfen ließen. Nicola Leidenfrost war damals ins Rathaus gekommen, um sich dort vorzustellen. Die beiden Frauen kamen ins Gespräch, und schnell war die Idee von der „Galeria auf Zeit“ in der Fuzo geboren.

Das ehemalige TUI-Reisebüro ist umgezogen. Damals, im Oktober 2013, deutete sich das bereits an. Meike Koschinski stellte den Kontakt zum Vermieter her, Nicola Leidenfrost und der Immobilienbesitzer fanden genug Sympathien füreinander, um einen Nutzungsvertrag zu erarbeiten, der jetzt unterzeichnet worden ist.

Die derzeit freien Flächen werden von sofort an für die Kunst von Nicole Leidenfrost, die einst ein Praktikum bei Markus Lüpertz absolvieren durfte, genutzt. Die Galerie am Großen Sand 12a wird monatlich einmal für den Publikumsverkehr geöffnet, so die derzeitigen Planungen. Zum ersten Mal am kommenden Montag in der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr. Die Künstlerin wird während dieser Zeit anwesend sein. Wer mag, kann mit ihr auch außerhalb dieser festgeschriebenen Zeiten in Kontakt treten. Entsprechende Kontaktdaten hat die Künstlerin an der Schaufensterscheibe veröffentlicht.

Meike Koschinski: „Einen Vorteil haben alle von diesem Konzept. Der Eigentümer muss sich keine Sorgen um Verwahrlosung der Fläche machen, möglichen Interessenten für die Ladenflächen als Einzelhandelsfläche oder Gastronomiefläche bietet sich ein gutes Erscheinungsbild, die Künstlerin hat die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen und zu verkaufen, und der Einzelhandel profitiert von möglichen neuen Kunden, die durch das Interesse an Frau Leidenfrosts Bildern nach Uetersen gelockt werden.“

Mithilfe dieser kreativen Idee, die Schule in der gesamten Stadt machen könnte (Künstler und Besitzer von Freiflächen melden sich bitte bei Meike Koschinski unter 04122/7140), gelingt es, den für den Einzelhandel wichtigen Lauf nicht abreißen zu lassen. Freiflächen stellen diesbezüglich bei Kunden keine „Barrieren“ mehr dar, die eventuell zum Umkehren „anstiften“. Die Galerie auf Zeit wird mindestens vier Monate existieren. Sobald ein Käufer für die Immobilie gefunden wird, endet der Nutzungsvertrag.

Nicole Leidenfrost stellt vom 28. August an auch im Uetersener Rathaus aus, die Vernissage beginnt am 27. August um 19 Uhr. „www.nicole-leidenfrost.de“.

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