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Schachblumen : Ein Fest für die Schönheit der Marsch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine vielschichtige Bilanz ist nach dem Schachblumenfest zu ziehen, das am gestrigen Sonntag von der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Haseldorfer Marsch in Zusammenarbeit mit dem Elbmarschenhaus organisiert wurde.

Deutlich weniger Exemplare des vom Aussterben bedrohten Liliengewächses sind in diesem Jahr auf dem Gelände hinter dem alten Elbdeich zu finden. Das sei angesichts des super Ergebnisses in 2014 und der dreijährigen Wachstumsphase auch nicht verwunderlich, so Dr. Boris Steuer von der Arge. Über 200000 Blüten schätzten die Naturfreunde damals. Der Verein, der die beiden Wiesen gepachtet hat, nutzt das Fest auch, um vorgezogene Schachblumen zu verkaufen. Die 400 Töpfe waren schon nach zwei Stunden unter die Naturfreunde gebracht worden und damit wesentlich schneller, als in den Vorjahren vergriffen. Gleichzeitig berichtete Steuer von einem geringeren Besuch als in den Vorjahren. Diesmal drohten dunkle Wolken, davor gab es strahlenden Sonnenschein. Vor allem die lange Reihe von geparkten Fahrrädern fehlten bei dieser Festausgabe.

Das Anliegen der Arge, die Schachblume unter anderem mit dem Fest stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, muss als gelungen angesehen werden. Vereinsmitglied Michael Rahn berichtet, dass in der vergangenen Woche und bei schönem Wetter viele Menschen zur Schachblumenwiese kamen. Sogar eine Reisegruppe in einem Bus machte an der Deichstöpe Station.

Das Wetter sorgte gestern für einen Bruch der Veranstaltung. Freute man sich bis gegen 15 Uhr noch darüber, dass die dunklen Wolken allesamt vorbeigezogen sind, so gab es dann einen kräftigen Guss. Einige Aussteller nahmen dies zum Anlass, ihre Zelte abzubrechen. Selbst durch den Regen, dann geschützt durch einen Schirm, war Arge-Gründungsmitglied Jochen Steinhardt-Wulff nicht davon abzuhalten, über die Schachblume Auskunft zu geben. Sein Revier sind die beiden Wiesen. Seit 20 Jahren betreuen die Naturschützer die 60000 Quadratmeter große Fläche. Fortschritte sieht der Naturschützer dagegen im Umfeld der Arge-Wiesen. 2002 wurden umliegende Felder von der Hamburg Port Authorithy als Ausgleichsflächen gekauft und wie die der Arge schonend bewirtschaftet. Ergebnis: Dort blühen neben Wiesenschaumkraut und Goldschopf-Hahnenfuß immer mehr Schachblumen.

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erstellt am 26.Apr.2015 | 21:52 Uhr

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