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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 09:34 Uhr

Fußball : Ein farbenfrohes Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ingo Jopp beschlich eine böse Vorahnung: „Wenn Schiedsrichter Andreas Voß pfeift, fehlen mir nächste Woche drei Spieler“, unkte der Trainer der 1. Herren des TSV Heist vor dem Kreisliga-Derby bei den 1. Männern des FC Union Tornesch. Und Jopp sollte fast Recht behalten: Die Heistmer kassierten an der Friedlandstraße drei Platzverweise – allerdings war darunter „nur“ eine glatte Rote Karte, so dass es für das nächste Spiel gegen den TV Haseldorf auch nur einen Ausfall gibt.

Auch gegen die Tornescher sprach Voß einen (berechtigten) Platzverweis aus: Als FCU-Stürmer Sebastian Hammer von Timo Behrmann gefoult worden war, revanchierte er sich, indem er beim Aufstehen seinen Kopf in Behrmanns Brust drückte – Behrmann fiel hin und Voß zeigte Hammer die Rote Karte (24.). Kurz zuvor hatte Serge Haag, nachdem er selbst gefoult worden war, einen Freistoß zum 1:0 verwandelt (22.). Die erste Halbzeit verlief relativ ausgeglichen. Die Gäste vergaben eine Großchance, als Rafael Vazquez etwas zu lange zögerte, anstatt noch ein paar Schritte aufs Tor zuzulaufen, und an FCU-Keeper Björn Schramm scheiterte.

„Wir haben bis zur Pause alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, so Jopp, der zufrieden feststellte: „Wir waren mindestens auf Augenhöhe und haben phasenweise sogar ein Pressing aufgezogen, mit dem wir Tornesch Probleme bereitet haben!“ Nach der Pause ging es farbenfroh weiter: Behrmann ging zu rustikal in einen Zweikampf und sah die Gelb-Rote Karte (62.). Der personelle Gleichstand hatte nur drei Minuten Bestand. Dann gab es nach einem angeblichen Foul an Mario Engel einen Elfmeter für Tornesch, dessen Berechtigung die Gäste sehr anzweifelten. Vazquez bekam zudem die Gelb-Rote Karte: „Er hat unserem Spieler Mahdi Habibpur den Ball ganz gezielt ins Gesicht geworfen“, berichtete FCU-Coach Mirco Seitz. Serge Haag verwandelte den Elfmeter zum 2:0 (65.).

Als Voß ein Handspiel von FCU-Verteidiger Daniel Arndt nicht abpfiff, wurde er dafür lautstark von Marc Richert beleidigt – und zeigte dem TSV-Kapitän dafür glatt „Rot“ (70.). „Da hätte Richert seinen Mund halten müssen – dieser Platzverweis hat uns endgültig das Genick gebrochen“, haderte Jopp. In doppelter Überzahl hatten die Hausherren leichtes Spiel und schossen in den letzten zehn Minuten vier weitere Tore. Fatih Simsek nach Martin Schwabes Querpass (80.), Tim Ossenbrüggen per Eigentor nach Ümit Sahbudaks Hereingabe (86.), Simsek nach Habibpurs Rückpass (89.) und Sahbudak (90.) stellten den deutlichen 6:0-Endstand her. „Die Höhe der Niederlage ist bitter“, so Jopp, der in dieser Woche „intern Klartext reden“ will. Seitz jubelte: „Siege gegen den Ex-Klub sind immer etwas Besonderes!“ Dass Union nun sicher Herbstmeister ist, ist für Seitz dagegen nicht wichtig: „Wir wollen am Saisonende oben stehen!“

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erstellt am 28.Okt.2013 | 21:51 Uhr

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