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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 18:33 Uhr

Jubiläum : Ein Familienbetrieb feiert den Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es begann in einem Keller am Heideweg 16 in Heidgraben. Erhard Luttkau war 43 Jahre alt, hatte gerade seinen Job in der Schifffahrts-Branche aufgegeben und dachte über den nächsten Schritt nach.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 20:12 Uhr

Da er für seinen ehemaligen Arbeitgeber einen Betrieb aufgebaut hatte, riet seine Frau Ute ihm: „Versuch’s doch selber mal.“ Gesagt, getan. Am 1. Oktober 1983 gründete das Ehepaar die Firma Luttkau. Im Keller ihres Hauses stellten sie einen gebrauchten Schreibtisch, eine alte Schreibmaschine, ein Telefon sowie einen Telexapparat auf. Seither vertreiben sie Ersatzteile für Schiffsmotoren – mit Erfolg.

Das Unternehmen hat heute rund 40 Mitarbeiter. Zum Firmenkomplex am Spökerdamm gehören zwei Lagerhallen à 800 Quadratmeter. Das Unternehmen beliefert Kunden in aller Welt. Zur 30-Jahr-Feier am Mittwoch erschienen rund 250 Gäste, darunter Geschäftspartner aus Griechenland, Schweden und Korea. „Durch viele fleißige Hände geht uns das gut“, sagte der 73-jährige Senior-Chef.

Die Schifffahrt ist sein Leben. Der gebürtige Königsberger wuchs in Pinneberg auf. Vor und nach seinem Studium zum Schiffsingenieur befuhr er von 195 9 bis 1974 alle Weltmeere. In dem Jahr zog das in Uetersen vermählte Paar nach Heidgraben.

In der Anfangszeit flog Erhard Luttkau oft selbst zu den Schiffen und überwachte die Reparaturen. „Wenn ein Schiff kaputt ist, ist Zeit und guter Service das Wichtigste“, sagte er. Die gelernte Arzthelferin Ute Luttkau brachte sich das neue Metier selbst bei. „Wir haben jahrelang Tag und Nacht gearbeitet“, berichtete sie. Urlaub gönnte sich das Paar erst nach sieben Jahren.

Die Zahl der Aufträge nahm stetig zu. 1985 stellten die Luttkaus ihren ersten Mitarbeiter ein. Als der Keller zu eng wurde, vermittelte Bürgermeister Udo Tesch ihnen ein Gelände im Gewerbegebiet. 1988 bezogen sie ihr erstes Firmengebäude am Spökerdamm. Eineinhalb Jahre später entstand ein Anbau.

Sohn Lars Luttkau stieg 1991 als frischgebackener Groß- und Außenhandelskaufmann in die Firma ein, die sein Vater ihm 14 Jahre später übertrug. Schwiegertochter Christine Luttkau führt heute die Personalabteilung – die Firma ist fest in Familienhand.

In der Beziehungspflege liegt daher auch Erhard Luttkaus Erfolgsrezept. Schiffsreparaturen seien eilig und müssten oft per Handschlag besiegelt werden. „Der persönliche Kontakt ist das Wichtigste“, sagte er.

Das lebt er auch gegenüber seinen Mitarbeitern. In den ersten 20 Jahren investierte er jeden Überschuss in die Firma, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern. Das zahlt sich heute aus.

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