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B-Plan 73 „Nördlich Lindenweg“ : Ein erneuter Satzungsbeschluss

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses hoben die Politiker mehrheitlich den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 73 (nördlich Lindenweg) vom 13. Dezember 2011 auf und billigten den geänderten Entwurf.

Die beiden Grünen-Politiker im Bauausschuss und ein SPD-Politiker gaben ihre Stimme für den erneuten Satzungsbeschluss zum B-Plan 73, der ein Teil des geplanten Wohngebietes „Tornesch Am See“ ist und eine Mehrgeschossbebauung in Nachbarschaft zum Lindenweg ermöglichen soll, nicht. Die Grünen hatten bereits in der Ratsversammlung im Dezember 2011 gegen den B-Plan 73 gestimmt. Sie lehnten damals die überarbeitete Planung und verdichtete Bebauung (veränderte Grundflächenzahl) ab. Da sich nun im Zuge der Ausführungsplanung Abweichungen von der im Bebauungsplan festgesetzten Sockelhöhe (0,5 Meter) ergeben haben, mussten sich die Politiker des Bauausschusses nochmals mit dem Thema beschäftigen. Der Architekt habe sich hinsichtlich des erforderlichen Platzbedarfes für die Zufahrten zu den Tiefgaragen, die unter den Geschossbauten entstehen sollen, geirrt, begründete die Verwaltung die Notwendigkeit eines erneuten Satzungsbeschlusses.

Die Verwaltung hatte nun vorgeschlagen, die gestalterische Festsetzung der Sockelhöhe in dem B-Plan ganz entfallen zu lassen.

So einfach sahen Helmut Rahn (Grüne) und Klaus Früchtenicht (SPD) die Sache allerdings nicht. „Wir tragen nicht mit, dass Sie gar keine Sockelhöhe angeben wollen. Schreiben Sie die Sockelhöhe rein, die notwendig ist“, so Helmut Rahn. Auch Klaus Früchtenicht wollte wissen, welche Sockelhöhe denn nun notwendig sei und merkte an, dass optisch eine Sockelhöhe (Höhenlage eines Gebäudes) von mehr als einem halben Meter nicht wie ein Neubau, sondern wie ein umgebauter Bestand aussehen würde. „Können die nicht mit den Garageneinfahrten tiefer gehen?“, fragte er. Die Grundstücksgröße würde das nicht hergeben, die Einfahrten in die Tiefgaragen würden zu steil, merkte Bürgermeister Roland Krügel an. Er betonte, dass eine höhere Sockelhöhe nur bei den Einfamilien- und Reihenhäusern stören würde.

Der Grünen-Politiker Helmut Rahn hatte jedoch auch die bestehende Bebauung am Lindenweg im Blick und wies darauf hin: „Im Quartier III passt eine höhere Sockelhöhe dann gar nicht mehr zum Lindenweg.“

Mit den Gegenstimmen der Grünen und einer Gegenstimme der SPD kamen die Politiker überein, nur im Quartier I und III des B-Planes, also in den Quartieren, in denen Tiefgaragen entstehen werden, die bisherige Sockelhöhe aufzuheben und auf eine Festsetzung zu verzichten. Eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit ist nicht erforderlich.

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erstellt am 02.Mai.2012 | 20:17 Uhr

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