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Die Idee wächst weiter : Ein Engagement der Nachhaltigkeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Während ich (ein früherer Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums, Anm. d. Red.) von 2008 bis 2010 für zwei Jahre in Nicaragua lebte und in einem sozialen Projekt in Ciudad Sandino, nahe der Hauptstadt Managua arbeitete, lernte ich eine Familie kennen, mit der ich seither eng befreundet bin und die mir sehr am Herzen liegt.

Familie Cuadra lebt nur einige Häuser von der Schule entfernt, in der ich die zwei Jahre gearbeitet habe. Sie wohnen dort unter anderem aufgrund der Nähe zur Arbeit der Mutter, ansonsten kann das Haus jedoch kaum einem anderen Erfordernis gerecht werden, weder bezüglich der Gesundheit, noch bezüglich der für eine Familie nötigen Größe, geschweige denn bezüglich der Sicherheit. Die Möglichkeit, sich mit eigenen Ersparnissen dem Wunsch nach einem sicheren Zuhause zumindest annähern zu können, ging spätestens durch einen schweren Arbeitsunfall des Familienvaters verloren. Das Gehalt der Mutter, die in einem sozialen Projekt für Straßenkinder arbeitet, reichte nicht einmal für die Lebenshaltungskosten, sodass das Ersparte ausgegeben und der Traum aufgegeben werden musste.

In den zwei Jahren, in denen ich in Nicaragua gelebt und gearbeitet habe, habe ich immer wieder erlebt, wie das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel zu etwas Größerem führt, als eine Person alleine zu erreichen imstande wäre. Ein Haus in Nicaragua zu bauen ist teuer. Teuer für ein durchschnittliches nicaraguanisches Gehalt. Ein Haus in Nicaragua zu bauen ist aber unvorstellbar günstig, wenn man es mit den in Deutschland üblichen Kosten oder einem durchschnittlichen deutschen Gehalt vergleicht.

Als Student habe ich natürlich dennoch nicht die Mittel, ein solches Projekt alleine umzusetzen. Und hier schließt sich der Kreis zum ersten Teil dieses Absatzes: Gemeinsam wird ein großer Schritt zu vielen winzigen Schritten, die auf einmal problemlos umsetzbar sind. Das Ziel ist es, Familie Cuadra auf diese Weise gemeinsam ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. Dies bedeutet, Fundament, Grundmauern, Dach, Fenster und Türen aus der reinen Vorstellung heraus und hinein in die Realität zu holen. Ein Zwischenziel haben wir vor fast eineinhalb Jahren bereits durch die Unterstützung vieler Menschen erreicht.

Vor knapp zwei Monaten habe ich euch mit der Bitte um eure Unterstützung angeschrieben. Als Antwort haben einige von euch finanziell, andere durch Weiterleiten dazu beigetragen, dass die begonnenen Grundmauern immer mehr einem Haus ähnlich werden, die Realität immer mehr dem Traum nach einem Zuhause.

Damit aus den neuen Mauern um das alte Haus auch tatsächlich ein bewohnbares Zuhause für die ganze Familie wird, fehlt noch einiges. Einiges, aber nicht mehr alles. Es ist bereits so viel zusammengekommen, dass das Material für alle Mauern gekauft werden konnte. Die Kosten für die Arbeitszeit habe ich selbst ergänzt, damit bereits mit dem Verbauen dieser Materialien begonnen werden konnte... Aber seht selbst!

Ich bin sehr dankbar dafür, genau wie Familie Cuadra, was bisher wieder für ein großer Schritt getan, was bisher bereits erreicht worden ist. Gleichzeitig fehlt noch einiges. Denn auf die Mauern muss nun ein vor dem Wetter schützendes Dach.

Es haben bereits einige Menschen ihre Unterstützung gegeben, die ich nicht kenne und die ich daher leider auch nicht kontaktieren kann, um mich bei ihnen zu bedanken. Da es sich hierbei um einige eurer Kontakte handeln muss, bitte ich euch, auch die Information an alle weiterzuleiten, dass es auf der Internetseite nun ein neues Dokument gibt, in dem die bisherige Unterstützung aller, das heißt auch ihre, sichtbar wird. „WirBauenEinZuhause.wordpress.com/es-geht-weiter“

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erstellt am 08.Aug.2014 | 18:11 Uhr

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