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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 07:58 Uhr

Fußball : Ein einseitiges Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Das war schon die halbe Miete“, lachte Hans-Jürgen Schulze, als sein Torwart Sebastian Münster in der ersten Minute einen Torschuss abgewehrt hatte. Es folgten aber noch 89 weitere Minuten ‒ und nach deren Ablauf hatten die 1. Herren des Hetlinger MTV die 2. Männer des TSV Heist um Schulze wie erwartet deutlich mit 8:0 geschlagen.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 19:38 Uhr

„Wir waren fast durchgehend im Ballbesitz“, berichtete HMTV-Trainer Jonas Hübner, der vom August 2008 bis zum Oktober 2011, als Schulze die Hetlinger betreute, noch Spieler unter seinem jetzigen Gegner war und dazu rückblickend sagte: „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis!“

Als das Derby im Deichstadion fünf Minuten alt war, jagte Marco Bassen den Ball von halblinks aus oben rechts an die Latte. Nach einer Viertelstunde ging der Favorit mit einem Sonntagsschuss in Führung: HMTV-Verteidiger Jesse Plüschau marschierte mit dem Ball nach vorne, nahm aus 25 Metern ganz genau Maß und jagte den Ball zum 1:0 ins obere linke Eck. „Das war ein sehr schönes Tor“, so Hübner, der danach bis zur Pause noch einige Kopfball-Chancen für sein Team sah, das zudem mehrmals wegen Abseitsstellungen zurückgepfiffen wurde. Den 2:0-Pausenstand stellte Timo Protz her: Nachdem er sich mit Adnan Kubat und Maximilian Heilborn schön über die rechte Seite behauptet hatte, zog Protz nach einem Doppelpass mit Kubat in den Gäste-Strafraum hinein und schoss zunächst Münster an. Den hoch nach oben springenden Ball musste Protz nur noch über die Linie köpfen.

Auch nach der Pause standen die Heistmer mit einer Vierer- und einer Fünferkette dicht gestaffelt. „Unsere Spieler haben sich taktisch gut verhalten und nach Kräften gewehrt“, lobte Schulze, während Hübner einräumte: „Eine Stunde lang haben wir uns gegen einen sehr disziplinierten Gegner schwer getan!“ Als die Heistmer sich einmal etwas nach vorne trauten und einen Konter vortrugen, fuhren die Hausherren sofort einen schnellen Gegenangriff: Finn Lüneburgs Flanke hechtete Dominik Zink mit einem Flugkopfball, knapp über der Grasnarbe, zum 3:0 ins Netz (58.).

Nach dem 4:0 von Marvin Looks (61.) gab es für ein Foul an Lüneburg einen Foulelfmeter, den Lüneburg selbst zum 5:0 verwandelte (68.). Nachdem der Heistmer Maximilian Ring wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (72.), schraubten Lüneburg (73.) und Philipp Drews (82.) das Ergebnis auf 7:0 in die Höhe. Den 8:0-Endstand stellte Drews mit einem weiteren Strafstoß, den er selbst herausgeholt hatte, her (85.). „Es hätte schlimmer kommen können“, wusste Schulze. Hübner sagte abschließend: „Es war wichtig, dass wir etwas für unser Torverhältnis getan haben!“

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