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Heimlicher Empfang : Ein „echter Typ“ sagt Tschüs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es fällt allen nicht leicht, den ehemaligen Kreiswehrführer und jetzigen Ehrenkreiswehrführer Bernd Affeldt in den Ruhestand ziehen zu lassen. Das wurde auf dem heimlich geplanten und für Affeldt überraschenden Empfang in der Kummerfelder Sporthalle am Ossenpadd im Angesicht von mehr als 100 Gästen aus Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Kreis und Land deutlich.

Affeldt sei „der Cheflobbyist par exellence“ für die Feuerwehr gewesen, einer mit geballtem Sachverstand und Engagement, lobte ihn Landrat Oliver Stolz. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann sagte, Affeldt habe in seiner außerordentlich erfolgreichen Amtszeit dem Kreisfeuerwehrverband ein „menschliches, kameradschaftliches und pflichtbewusstes Gesicht“ gegeben. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann beschrieb Affeldt als einen „echten Typen“ – hintersinnig, raffiniert, verschmitzt und unendlich beharrlich in einer besonders angesehenen Institution agierend: Ein Kreiswehrführer, der seine ehrenamtliche Arbeit aus der Überzeugung heraus erledigt.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Uwe Kuhlmann erinnerte in seinem Rückblick an die 46 Jahre währende Zeit, die Affeldt seit seinem Eintritt in seinem Heimatort Borstel-Hohenraden in der Freiwilligen Feuerwehr verbrachte, dort bereits mit 29 Jahren als jüngster Wehrführer des Kreises Pinneberg. 1992 wurde er Beisitzer im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes. Im Dezember 2002 gab er nach vielen Gesprächen seine Zustimmung, neuer Kreisbrandmeister zu werden.

In den zwölf Jahren seiner Amtszeit hat er deutliche Ziele gesetzt, so Kuhlmann. Ihm sei es mit zu verdanken, dass alle Wehren im Kreis stolz auf eine eigene Jugendfeuerwehr sein können. Insgesamt 37 Jugendfeuerwehren sorgen für Nachwuchs bei den ehrenamtlichen Helfern. Die Durchsetzung des ersten Bauabschnitts war ein weiteres großes Anliegen von Bernd Affeldt. Dabei gab es nicht unerhebliche Spannungen zwischen ihm und dem Vorgänger des jetzigen Landrats. Bei der Durchsetzung des Vorhabens halfen ihm erst Valerie Wilms, damals Vorsitzende des Kreisausschusses Umwelt, Sicherheit und Ordnung, später deren Nachfolger Helmuth Kruse. Der neue Landrat Oliver Stolz sprang mit auf den Zug auf und gab ihm den nötigen Schwung, der jetzt soweit gereicht hat, dass der zweite Bauabschnitt zugesichert ist.

Wer allerdings zukünftig einmal irgendwo in der Gegend in einen Verkehrsstau gerate, der müsse damit rechnen, dass Bernd Affeldt der Grund dafür sei. Der möchte in Zukunft seinen Traum verwirklichen und in einem alten Bauwagen mit Blumenkästen, von einem noch älteren Trecker gezogen und mit Ehefrau Frauke auf dem Sozius, durch Schleswig-Holstein zu bummeln.

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erstellt am 01.Feb.2015 | 21:35 Uhr

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