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Freie Wahlgemeinschaft : Ein deutlich besseres Miteinander

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir haben uns ein wenig Einlullen lassen“, so die selbstkritische Einsicht von Michael Rahn während der Jahresversammlung der Freien Wahlgemeinschaft in der Gaststätte „Op de Deel“. Um so wichtiger sei es, jetzt politischen und juristischen Druck zu machen. Die Sanierungspläne des Abwasser-Zweckverbandes zur mechanischen Reinigung standen im Mittelpunkt des Treffens.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 18:40 Uhr

Grundsätzlich erkennen die Freien die Modernisierungspläne als sinnvoll an. Die Auswirkungen für die Hetlinger wurden jedoch erst mit der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses klar, während dem die Pläne vorgestellt werden. Lapidar sei damals erklärt worden, er gebe keine Geruchsbelästigungen und wenn doch, würden sie mit chemischen Mitteln eingedämmt. Das klingt für den Fraktionssprecher wie ein Rückfall in die Siebziger, „als das Blaue vom Himmel versprochen wurde. Rahns Schlussfolgerung: „Es muss technisch etwas passieren.“

Ein deutlich besseres Miteinander in den vergangenen Monaten diagnostizierten mehrere FW-Gemeindevertreter. Ausdruck war etwa der gemeinsame Antrag zum azv-Bauprojekt. Die Christdemokraten unterstützt jetzt aber auch eines der Lieblingsprojekte der Freien, die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung.

Im Gegenzug stimmten die Freien während der jüngsten Gemeindevertretersitzung dem Nachtragshaushalt zu, „trotz einiger Kröten“, wie Rahn betonte. Das Zahlenwerk war in den vergangenen Jahren immer wieder abgelehnt worden.

Wichtigster Punkt der zukünftigen Kommunalpolitik wird aus der Sicht der Wählervereinigung die Situation im Kindergarten sein. Nach derzeitigen Anmeldestand wird ab Sommer eine zweite Krippengruppe gebraucht, was hohe Investitionen für den ohnehin defizitäre Etat bedeuten würde. Eine ähnliche Situation hatte sich bereits Anfang 2014 ergeben, dann war eine Erweiterung doch nicht nötig. Die Freien Wähler setzen sich dafür ein, dass alle Hetlinger Kinder im Dorf betreut werden sollen. Im Rahmen der Wahlen wurde der Vorsitzende Michel Wiest ebenso einstimmig bestätigt wie die Beisitzer Hans-Joachim Thomsen und Oliver Lammert. Die Letztgenannten sind übrigens der älteste und das jüngsten Mitglied.

In Eineinviertel Stunde war die Jahresversammlung abgeschlossen, eine für FW-Verhältnisse revolutionär kurze Zeit. Vielleicht lag es auch daran, dass während eines vorherigen Wochenend-Workshops in der Jugendherberge Glückstadt Bilanz gezogen und neue Ziele formuliert wurden.

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