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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:54 Uhr

Feuerwehr : Ein Brandstifter im Klinikum?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

War es der Versuch, eine Katastrophe herbeizuführen, oder ist eine Zigarettenpause außer Kontrolle geraten? Nach dem Feuer im Regio-Klinikum Pinneberg am Sonntagabend geht die Kriminalpolizei von schwerer versuchter Brandstiftung aus.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 21:16 Uhr

Allerdings ist der Sachschaden gering, Menschen wurden nicht verletzt. Es ist vermutlich der Umsicht einer Klinikmitarbeiterin zu verdanken, dass es bei einem kleinen Feuer blieb. Sie hatte den Brand im Röntgenraum gegen 20.50 Uhr entdeckt, sofort die Feuerwehr alarmiert und Kollegen zu Hilfe gerufen. Gemeinsam hielten sie den Brand in Schach, versuchten, ihn mithilfe eines Feuerlöschers unter Kontrolle zu bringen. Was auch gelang! Die Angehörigen der Pinneberger Feuerwehr, die mit einem Löschzug zum Einsatzort kam, brauchten nicht lange, bis die Flammen erstickt waren. „Der Raum ist nicht ausgebrannt, und es ist auch kein Wasserschaden entstanden“, sagte Kliniksprecher Sebastian Kimstädt gestern. Das sei vor allem der Geistesgegenwart der Mitarbeiter zu verdanken. Mit Hochdrucklüftern wurde der Raum anschließend vom beißenden Qualmgeruch befreit und war anschließend sofort wieder benutzbar.

Der Raum im zweiten Stock des Klinikums befindet sich im Funktionstrakt, zu dem Außenstehende keinen Zutritt haben. Er wird zurzeit umgebaut, auf dem Fußboden lagert Baumaterial. Nach bislang unbestätigten UeNa-Informationen sollen einige Isoliermatten gebrannt haben. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte Kliniksprecher Kimstädt dazu keine Angaben machen.

„Weil ein technischer Defekt wie auch eine Selbstentzündung nahezu ausgeschlossen sind, konzentrieren sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Brandstiftung“, teilte Polizeisprecherin Sandra Mohr mit. Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch nicht. Die Ermittler haben gerade erst mit der Auswertung des umfangreichen Videomaterials begonnen.

Inzwischen wird die Röntgenabteilung wieder voll genutzt, der Klinikbetrieb wurde durch den Feuerwehreinsatz nicht gestört.

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