zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 16:19 Uhr

Orkan im Norden : Ein böser Bursche!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zwar wurde für die Mitarbeiter des Katastrophenschutzes Rufbereitschaft angeordnet, von einer Auslösung des sogenannten „Katastrophen-Voralarms“ nahm Landrat Oliver Stolz aber Abstand, ließ jedoch wissen, dass man die Lage „weiterhin sehr genau“ beobachtete. Eine richtige Entscheidung, wie sich zeigte, denn so bombastisch, wie allenthalben angekündigt, waren die Sturmausläufer dann zumindest im Kreis Pinneberg nicht. Und so ist die Bilanz der Schäden und Ereignisse eher überschaubar.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2013 | 21:53 Uhr

Hauptaugenmerk galt natürlich den Deichen, deren Zustand in regelmäßigen Abständen von Deichbegehern überprüft wurde. Zu keiner Zeit gab es etwas zu beanstanden. Zuletzt um halb sechs Uhr in der Frühe meldete Kreis-Pressesprecher Marc Trampe „Keine besonderen Vorkommnisse“.

Für den Lokführer eines AKN-Zuges war allerdings ein auf die Schienen gestürzter Baum durchaus ein besonderes Vorkommnis: Im Bereich des Elmshorner Bahnüberganges „Beim Friedhof“ versperrte das Holz den Weg; Der Triebwagen stieß mit dem Baum zusammen, wobei der Lokführer leicht verletzt wurde.

Die Rettungskräfte hatten sonst hauptsächlich damit zu tun, Hausdächer zu sichern, umherfliegende Absperrungen beiseitezuräumen und entwurzelte Bäume zu zersägen, die teilweise auch auf Häuser oder Fahrzeuge gekippt waren. Auch die Autobahn 23 war zweimal das Ziel umgestürzter Bäume.

In Pinneberg, Uetersen und Quickborn wurden Häuser von umgestürzten Bäumen getroffen, in Uetersen und Quickborn durchschlugen die Bäume sogar das Dach des Wohnhauses. Zur Beseitigung des im Stadtteil Quickborn-Heide umgestürzten Baumes benötigten die Helfer fast fünf Stunden. Das THW aus Barmstedt unterstützte die Feuerwehr.

In der Elmshorner Königstraße wurde das Dach eines Gebäudes abgedeckt, die Feuerwehr und die Polizei sperrten die Fußgängerzone in diesem Bereich.

In Ellerbek zerlegte der Sturm eine Wellblechhalle in ihre Einzelteile, große Teile mit Kantenlängen von bis zu 40 Metern hatten sich losgerissen und drohten umherzufliegen. Zwei Bewohner eines nahen Einfamilienhauses wurden evakuiert; Bürgermeister Hildebrandt kümmerte sich persönlich um die Ausquartierten und verschaffte ihnen einen Platz in einer Pension.

In Tornesch zerfetzte der Sturm ein Plakat des großen Werbeturms direkt neben der Autobahn; Einsatzkräfte sicherten die Riesenplane.

In Wedel hatte man schon im Laufe des Donnerstags die Hochwasserschutzanlage komplett geschlossen.

209 Einsätze zählte die Feuerwehr bis gestern morgen um zehn Uhr. Neben dem leichtverletzten AKN-Lokführer sind keine weiteren Personen in Mitleidenschaft gezogen worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert