AWO Heidgraben : Ein Blick zurück und zwei nach vorn

Sie sind immer da, wenn bei Veranstaltungen der Gemeinde Hilfe bei der Bewirtung der Besucher benötigt wird: die ehrenamtlich wirkenden Frauen aus dem AWO-Ortsverein Heidgraben. Und für die meisten Heidgrabener ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder unter drei Jahren in einer AWO-Spielstunde vor Ort liebevolle Betreuung erhalten, die Fenster des Gemeindezentrums in der Adventszeit unter Leitung des AWO-Ortsvereins geschmückt werden, Seniorinnen und Senioren zu Spiele-nachmittagen, zur Gymnastik, zum Singen oder zu Ausflügen unter der Regie der AWO zusammenkommen und zweimal im Jahr die AWO die Schirmherrschaft für Hobbykunstbasare übernimmt und jeweils die Cafeteria betreut.

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16. Juli 2012, 21:03 Uhr

Wenn Marion Sörensen in den Ordnern blättert, in denen ihr Mann Julius die Heidgrabener AWO-Aktivitäten der vergangenen 30 Jahre anhand von Zeitungsartikeln und Fotos dokumentiert hat, dann kommt sie selbst ins Staunen, denn so vielfältig war und ist die AWO-Arbeit vor Ort. Und seit 30 Jahren steht Marion Sörensen an der Spitze dieser Arbeit. „Als ich Vorsitzende wurde, gehörten überwiegend ältere Damen, die sich zu Kaffee- und Handarbeitsnachmittagen trafen, der AWO an“, so Marion Sörensen. Sie war damals 33 Jahre jung und von einer Nachbarin mit zu einem der AWO-Handarbeitsnachmittage genommen worden. Und da der ausgebildeten Bibliothekarin als ehrenamtliche Leiterin der Gemeindebücherei Öffentlichkeitsarbeit nicht fremd war, lehnte sie nicht ab, als sie zur AWO-Vorsitzenden gewählt wurde.

„Als ich die AWO übernahm, stand bereits das Gemeindezentrum für unsere Veranstaltungen zur Verfügung und wir konnten neue Ideen ausprobieren und umsetzen“, erinnert sich Marion Sörensen an Modenschauen, Frühlingsfeste, Kappenfeste, Wanderungen in die nähere Umgebung, Kaffee- und Spielnachmittage und Auftritte des VHS-Akkordeonorchesters Tornesch oder von Tanzformationen des TuS Esingen auf Einladung der AWO Heidgraben. „Der erste öffentliche Speelwark-Auftritt war bei uns in Heidgraben, organisiert durch unsere AWO“, denkt Marion Sörensen gerne zurück. Ihr war und ist wichtig, dass durch die AWO alle Generationen und viele Interessen angesprochen werden und die Aktivitäten das Miteinander und den Zusammenhalt in der Gemeinde fördern. Inzwischen sind 117 der 2419 Heidgrabener Mitglied im AWO-Ortsverein. Darunter auch Eltern der Kinder unter drei Jahren, die in der AWO-Spielstunde an drei bis fünf Tagen betreut werden. Für die Personalkosten der AWO-Spielstunde kommt die Gemeinde mit auf, aber für die Ausstattung und die Anpassung an veränderte Betreuungsbedarfe zeichnet die AWO verantwortlich. Auch in ihren Angeboten für die ältere Generation ist die AWO Heidgraben „mit der Zeit gegangen“. Der Handarbeitsnachmittag wurde eingestellt, dafür gibt es das offene Volksliedersingen und den Nachmittag mit Skat- und Gesellschaftsspielen. Und um Seniorinnen und Senioren Sportmöglichkeiten zu bieten, die so nicht im Heidgrabener Sportverein angeboten werden, wurde die AWO-Seniorengymnastik etabliert. Bewährt hat sich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Sozialverband bei der Organisation von Tagesfahrten, um interessante Ziele anbieten und die Teilnahmekosten im Rahmen halten zu können. „Wir müssen uns den Veränderungen anpassen. Die Senioren heutzutage sind mobil und vielseitig interessiert. Sie warten nicht auf Kaffeenachmittage“, betont Marion Sörensen. Sie und ihre Mitstreiterinnen im AWO-Vorstand haben bereits Ideen geschmiedet, wie sie den Veranstaltungsbereich des geplanten MarktTreffs für alle Heidgrabener Generationen mit Leben erfüllen können. So könnte sich die AWO-Vorsitzende und leidenschaftliche Sammlerin von Eulen vorstellen, dass unter der Schirmherrschaft der AWO Hobbykünstler mit Ausstellungen Einblick in ihr Schaffen oder in außergewöhnliche Hobbys geben. Auch Filmvorführungen mit Streifen, die nicht mehr in Kinos laufen, aber die Kult-Status haben oder an die sich die ältere Generation gerne erinnert, würde Marion Sörensen im Veranstaltunsgbereich des MarktTreffs etablieren wollen. Und natürlich auch generationsübergreifende Aktivitäten wie das Kochen und Backen von Jung und Alt nach Rezepten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. „Ich freue mich auf die Umsetzung der Ideen und auch auf die weiteren Aktivitäten im AWO-Kleeblatt. Diese Zusammenarbeit ist einzigartig in Schleswig-Holstein“, so Marion Sörensen.

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