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Grüne in Uetersen : Ein bisschen mehr Schwung täte gut!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die „Grünen“ befinden sich nach wie vor in der Findungsphase. Ein Jahr nach ihrer Reaktivierung durch den ehrgeizigen, früheren Ratsherrn Thorsten Berndt hat die Ortsgruppe, die mit vier Ratsleuten im „Uetersener Parlament“ vertreten ist, noch immer nicht so richtig Fuß gefasst.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 19:02 Uhr

Jüngst wurde das während einer Mitgliederversammlung wieder einmal deutlich. So einfach ist es offensichtlich nicht, auf die politische Bühne zurückzukehren. Sechs Mitglieder konnten gezählt werden. Und die besprachen Themen von Belang. So zum Beispiel den bevorstehenden Europawahlkampf. Schließlich wird im Mai ein neues EU-Parlament gewählt, und die Grünen wollen ihre dortige Stärke gerne ausbauen. Da wird jeder gebraucht. Auch in Uetersen.

Eigentlich müssen sich die Grünen nicht zurückhalten, können sie doch „Gewichtiges“ vorweisen, so die Bundespolitikerin Luise Amtsberg, die am 14. Mai in der Rosenstadt zu Gast sein wird. Luise Amtsberg, 1984 in Greifswald geboren, gehört dem Deutschen Bundestages seit 2013 an.

Zudem ist die attraktive Politikerin Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Verstecken muss sich somit niemand. Doch die Grünen waren dabei, gerade das zu tun. Ratsherr Bernd Möbius hatte vorgeschlagen, die Politikerin am Kreuzmoor auftreten zu lassen. Dort gibt es eine ehemalige Arztpraxis, die noch vor kurzem umgebaut wurde – bis der Kreis Pinneberg einen Baustopp verfügte, weil die Maßnahmen nicht genehmigt worden waren (wir berichteten). Heiß wurde diskutiert, ob man es dennoch dort wagen sollte. Einige rieten davon ab, weil das Ganze doch zu rumpelig sei. Möbius hingegen sprach von einem „morbiden Charme“, den das Gebäude in seiner jetzigen Phase ausstrahle. Und außerdem lebe am Kreuzmoor das Klientel der Grünen.

Der Ratsherr sagte zu, sich um einen Raum für die Politikerin zu bemühen. Inzwischen steht fest, dass es kein Treffen am Kreuzmoor geben wird, nach einer geeigneten Räumlichkeit wird weiter gesucht.

Ab dem kommenden Wochenende darf für die Europawahl plakatiert werden. Die Grünen wollen sich heute Nachmittag zum Kleben treffen, Freiwillige werden noch gesucht. Kontakt dafür: 0151/54822479. Dass sie die Plakate für die Wahl beim Kreisverband kaufen müssen, war den Uetersener Politikern neu. Die ärgerliche Ausgabe werde jedoch, dank der guten Kassenlage, verkraftet, hieß es.

Präsent wollen sie auch sein, die Grünen. Vereinbart wurden mehrere Termine zum Wahlkampf. Beim Cityfest am 4. Mai werden sie dabei sein, ebenso am 8. Mai, wenn die Grüne Jugend mit Jan Philipp Albrecht, der Mitglied des Europäischen Parlaments ist, nach Pinneberg einlädt.

Am 16. Mai werden die Grünen einen Stand in der Fuzo aufbauen, einen Tag später soll der Gerberplatz Ort des Wahlkampfgeschehens werden.

Die Grünen erörterten ferner das Thema „innerstädtische Verdichtung“. Dieses ressourcensparende Bauen führt in Uetersen zu immer mehr Konflikten. Denn Verdichtung bedeutet, dass der Platz der Bürger innerhalb eines Wohngebietes eingeschränkt wird. Jüngste Beispiele dafür sind die Bauvorhaben am Kirschbaumweg und am J. H. Fehrsweg/Klaus-Groth-Straße.

Die Bürger stufen das Thema „Verdichtung“ inzwischen mehr und mehr als kritisch ein. Und die Grünen hören dabei genau hin. Kann es sich Uetersen leisten, diesen Weg weiter zu beschreiten, großzügig „geschnittene“ Baugebiete“ einzuengen? Diese Frage wird bei den Grünen wohl noch vertieft werden.

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