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Stellenplan : Ein Beauftragter für Asylbewerber

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zusätzlich zur Niederschlagswassergebühr wird die politische Agenda zunehmend von der Lage der Flüchtlinge und Asylbewerber in Uetersen beherrscht. Auch der Hauptausschuss hatte sich mit diesem Thema zu befassen. Und zwar hinsichtlich des Stellenplans. Im Bereich des Ordnungsamtes sei man personell kaum noch in der Lage, den normalen ordnungsrechtlichen Aufgaben nachzukommen, formulierte Bürgermeisterin Andrea Hansen. Daher ersuche die Verwaltung auch um die Schaffung einer weiteren Stelle, zeitlich befristet erst einmal bis zum Ende des Jahres. Denn man könne nicht absehen, ob der rasante Zuwachs bei den Flüchtlingen und Asylsuchenden anhalte.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 19:29 Uhr

Ein weiterer Grund für die Bitte nach einer zusätzlichen Kraft sei das stark angewachsene ehrenamtliche Engagement, das in der Rosenstadt anzutreffen sei, so Andrea Hansen. Zwar gebe das Anlass zur Freude, doch auf der anderen Seite müsse man vermeiden, dieses freiwillige Potenzial zu verheizen. Es bedürfe professioneller Begleitung. Aber das könne von den Kräften des Ordnungsamtes nicht geleistet werden, argumentierte die Bürgermeisterin.

Man müsse sich den Gegebenheiten stellen und jetzt entscheiden. Die Mitglieder des Hauptausschusses konnten den Argumenten folgen. CDU, SPD, Grüne und BfB wollten aber auch die Diskussion um die so genannte Betreuungspauschale neu angestoßen wissen. Diese sollte zukünftig den Städten zustehen. Derzeit übernimmt die Diakonie diese Aufgabe, erhält dafür 90 Euro im Quartal pro Flüchtling/ Asylbewerber.

Dem Stellenplan der Verwaltung wurde einstimmig gefolgt. Zunächst bemüht sich die Verwaltung nun intern um die Besetzung dieser Stelle, angesprochen werden also frühere Mitarbeiter der Verwaltung. Diese werden um eine befristete Unterstützung gebeten. Erst hernach, bei einer Absage, solle diese Stelle ausgeschrieben werden.

Derzeit werden 105 Asylbewerber und Flüchtlinge von der Stadt betreut, 86 davon gehören dem Kontingent der Stadt an, 19 wurden Haselau, Haseldorf und Hetlingen zugewiesen. Mit den drei Gemeinden bildet Uetersen eine Verwaltungsgemeinschaft.

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