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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 22:59 Uhr

Attraktion : Ein Baumriese für den Kreis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Persönlich Maß genommen hat er, Professor Hans-Dieter Warda, und reiste hierzu vergangenes Jahr selbst in den US-Bundesstaat Kalifornien. Dort, im Sequoia-Nationalpark, rund 350 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen steht er: Der „General Sherman-Tree“, der größte Baum der Erde. Der schätzungsweise 1900 bis 2500 Jahre alte Riesenmammutbaum ist mit seinen knapp 84 Metern Höhe weder der höchste, noch der dickste Baum der Erde. Aber aus ihm könnte man am meisten Holzspielzeug herstellen.

Denn kein Baum der Erde hat mehr Volumen als der „General-Sherman-Tree“. Jüngste Messungen ergaben rund 1500 Kubikmeter Holz. Und nun gibt es diesen Baum auch im Kreis Pinneberg. Natürlich nicht im Original, aber immerhin. Warda, Leiter des Ellerhooper Arboretums hat den Baum bis zu einer Höhe von rund zehn Metern naturgetreu nachbilden lassen. In sein hohles Inneres wurde ein Mammutbaum gepflanzt, der nun oben aus dem Riesenbaumstumpf herauswachsen soll. „Der ‚General-Sherman-Tree‘ ist eine wahrhaftige Baumkathedrale und hat eine unglaubliche Anziehungskraft. Es ist überwältigend, vor diesem gigantischen Baum zu stehen. Mit unserem naturgetreuen Modell möchten wir Bewunderung und tiefe Ehrfurcht vor der Baumwelt weitergeben und das Bewusstsein stärken, dass die Bäume und Wälder dieser Welt unsere Lebensgrundlagen geschaffen haben und die Welt immer noch antreiben. Der eingepflanzte Mammutbaum soll ein lebendes Symbol dafür sein“, so Warda. Nachdem der Dendrologe (Baumwissenschaftler) Hans-Dieter Warda die Idee gut fünfzehn Jahre im Kopf hatte, nahm das Projekt vor einem Jahr konkrete Gestalt an: Im Herbst 2012 begannen die Ausschreibung und das Abwägen unterschiedlicher Bauweisen: Beton oder Kunststoff? Warda und sein Team entschieden sich für eine Hülle aus Spritzbeton. Ab März 2013 ging es voran. Es entstand ein sternförmiges Fundament, auf das die Bauarbeiter ein Stahlgerüst setzten. Im nächsten Schritt ummantelten sie dieses mit einem groben Stahlgeflecht und legten darüber ein dünnmaschiges Gewebe. Dieses diente ab Juni 2013 den Experten, die auch die Kunstfelsen im Tropen-Aquarium Hagenbeck formten, als Grundlage, um darauf den Baum in drei Lagen zu gestalten – mit grauem Unterbeton, dann mit Kunststoff versetztem Modellierbeton und zuletzt mit rotbraun durchgefärbtem Modellierbeton. Das Ziel: eine bis zu den Wurzelausformungen, Borkenleisten und Rindenkerben absolute Originaltreue. Und wer das überprüfen will, sollte sich selbst ein Bild machen.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 21:16 Uhr

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