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Ärgernis mit Nachhaltigkeit : Ein Ausdruck von Ignoranz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Tauwetter bringt ein Ärgernis an den Tag, das nicht neu ist. Aber immer neuen Zorn verursacht. Überall tauchen sie auf, die Exkremente von Hunden, die im Stadtgebiet umhergeführt werden. Und das ein Jahr nach der intensiv geführten Debatte über die Anhebung der Hundesteuer. Damals kam man sich im Dialog näher, versuchte sich zu verstehen. Doch jetzt ist wieder alles beim Alten, so scheint es. Bürger, die die Natur in der Stadt schätzen und sich ihr zu Fuß nähern, bleiben „kleben“. Bestenfalls warnt ihr Blick sie vor der „Tretmine“, vor den vielen Hundehaufen, die selbst in Neubaugebieten schon reichlich zu finden sind.

Herrchen und Frauchen machen sich ganz offensichtlich wenig Gedanken. Manche mögen das Recht, die Wege und Plätze zu verdrecken, mit der Zahlung ihrer Hundesteuer rechtfertigen. Doch objektiv begehen sie nach wie vor eine Ordnungswidrigkeit. Ein Beispiel für verschmutzte Orte ist der Damm. Dort wurden auf Initiative einer Anwohnerin, Inge Carstens, im Herbst des vergangenen Jahres Blumenzwiebeln in die Erde gesteckt. Von Mädchen und Jungen der Rosenstadtschule. Eigentlich sollte jetzt, wo es langsam wärmer wird, nachgepflanzt werden. Das Tauwetter brachte es aber auch dort an den Tag: neben den gerade keimenden Frühjahrsblühern hat sich ein Hund verewigt. Und nicht nur dort. Überall läuft man Gefahr, mit dem Kot der Tiere in Berührung zu kommen, möchte man weitere Zwiebeln in die Erde stecken.

Inge Carstens ist entsetzt und aufgebracht. Auch über die Ignoranz mancher Mitmenschen, die ihre Tiere einfach machen lassen.

So könne sie die Schüler nicht dazu bewegen, einmal mehr aktiv zu werden, auf dass es am Damm noch bunter wird.

Auch am Katzhagen, gerade frisch gepflastert, haben die Vierbeiner bereits eifrig „gewirkt“. Der Bürger ärgert sich, auch wenn er durchaus ein Hundefreund ist. Damit er es bleibt, darf der Dialog des vergangenen Jahres nicht abreißen. Überall im Stadtgebiet stehen Tütenspender herum, bezahlt aus dem allgemeinen Steuertopf. Das ist die Handreichung aus der Bürgerschaft den Hundehaltern gegenüber.

Die andere Seite ist nun gefordert. Von ihr wird Weiteres abhängen. Auch der politisch noch zu intensivierende Dialog in Sachen Hundeplatz. Die Initiative der Wählergemeinschaft BfB droht abzureißen, wenn das Thema nicht erneut „befeuert“ wird.

Engagement endet dort, wo der Frust beginnt. Nach dem Motto: Es wurde tausend Mal gesagt und nie ist etwas passiert.

Bei aller Dialogbereitschaft soll nicht ausgeblendet werden, dass auch Ordnungsstrafen möglich sind. Die Forderungen nach deutlicher, diesbezüglicher Präsenz wird immer lauter.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 21:47 Uhr

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