Visitatoren : Ein Ausdruck der Wertschätzung

Wertschätzender Besuch oder Dienstaufsicht? Welchen Charakter haben Visitationen in der evangelisch-lutherischen Kirche? Blickt man zurück in die Zeit Luthers, dann war die Visitation ein Werkzeug, das half, die Reformation durchzusetzen. Die Visitationskommissionen damals überprüften, inwieweit der einzelne Ortspfarrer die neue Glaubenslehre tatsächlich vertrat. Überprüft wurde auch, ob er geeignet war.

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03. September 2013, 21:53 Uhr

Im Prinzip üben Visitationskommissionen auch heute noch Dienstaufsicht aus. Sie kümmern sich, schauen in die Gemeinde und nehmen teil an deren Leben. Es gibt sogar ein Recht, visitiert, also „besucht“ zu werden. Visitationen sind Wesensausdruck der Kirche. Geleitet werden diese Besuche heute von einem Propst. Er wird von Fachleuten begleitet, die imstande sind, Fachfragen zu verschiedenen Themenbereichen zu beantworten oder diese zur späteren Beantwortung entgegenzunehmen.

Eine solche Visitation steht nun auch in Uetersen an. Propst Thomas Drope hat sein diesbezügliches Erscheinen für den Zeitraum vom 8. bis zum 15. September angekündigt. Visitieren will er die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde „Am Kloster“. Vor Ort freut man sich auf die Kommission, um dieser die lebendige Vielfalt des Gemeindelebens vorstellen zu können. Propst Drope wird von Inke Janßen, Ulrike Drechseler (beide vom Kirchenkreisrat) und Landeskirchenmusikdirektor (LKMD) Hans-Jürgen Wulf begleitet. Die Gäste aus Pinneberg und Hamburg (LKMD) werden an vielen Veranstaltungen und Gottesdiensten, Amtshandlungen, am Kindergartenalltag, dem Konfirmandenunterricht und an Chorproben teilnehmen.

Die Gemeinde ist herzlich eingeladen, an dieser Visitation teilzunehmen. Am Sonntag, 15. September, gibt es einen Gottesdienst im Dorfgemeinschaftshaus Groß Nordende, bei dem die Visitatoren anwesend sein werden. Er beginnt um 10.30 Uhr. Der Abschlussgottesdienst der Besuchswoche findet jedoch erst am 22. September zur normalen Gottesdienstzeit in der Klosterkirche statt. Darüber hinaus ist es jedem Gemeindeglied möglich, den Propst persönlich zu treffen und mit ihm zu sprechen. Diesbezüglich ist er am Donnerstag, 12. September, von 15 bis 16 Uhr im Jochen-Klepper-Haus, dem Gemeindezentrum der Klosterkirche, anwesend. Wer den Propst sprechen möchte, wird gebeten, sich unter 04122/ 2122 anzumelden.

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