Harmonia-Konzert : Ein Abend temperamentvoller Tänze

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Mit Tango-Invention von Thomas Ott, einem Tango für Akkordeon nach Invention A-Moll von Johann Sebastian Bach, eröffnete das VHS-Akkordeonorchester Harmonia sein Frühlingskonzert in der Aula der Klaus-Groth-Schule. Wie bei den Harmonia-Konzertabenden gewohnt, blieb auch diesmal kein Stuhl frei und freuten sich die Besucher auf „Tänze der Welt“.

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11. Mai 2015, 21:25 Uhr

Orchesterleiter Leonid Klimaschewski verknüpfte seine Begrüßung und die Vorstellung des Konzertmottos mit einem Zitat von Nietzsche „Tanzen ist wie ein Virus, hat man sich einmal infiziert, wird man ihn nie mehr los.“

Und mit diesem Virus, zumindest instrumental, hatten sich die Akkordeonvirtuosen bereits bei ihren Proben für den Konzertabend angesteckt und auch die Konzertbesucher blieben nicht verschont. Sie folgten dem Aufruf, zu den zu Gehör gebrachten modernen und folkloristischen Stücken zu tanzen, zwar nur im zweiten Konzertteil, wippten aber von Anfang an auf ihren Stühlen im Rhythmus zu „Tarantella arrabiata“, Brahms Ungarischen Tänzen Nr. 4, der bei Stierkämpfen gespielten Melodie „Espana Cani“ und später bei Hardimans „The Lord of the Dance“ oder Theodorakis „Zorba Tanz“ (Sirtaki) mit.

Rhythmusgefühl und Fingerfertigkeit stellten die versierten Akkordeonspieler, die wieder bei allen Stücken von Drummer Peza Boutnari begleitet wurden, bei dem temperamentvollen serbischen Tanz „Brzo“ unter Beweis und Bravo-Rufe gab es auch für die Interpretation des modernen, mit folkloristischen Elementen versehenen schnellen Stückes polnischen Stückes „You Dance“. Dass Tango auch gesungen werden kann, stellte Sopranistin Regina Bendinskyte unter Beweis. Im zweiten Konzertteil wurde sie auch für Piazzollas Ave Maria „Tanti anni Prima“ gefeiert. Und auch die Akkordeonsolisten Christian Klier und Susanne Schliemann erhielten viel Beifall.

„Ein schönes Programm mit schwierigen Stücken. Wir sind begeistert“, so das Ehepaar Johann-Otto und Gisela Plump, das zu den regelmäßigen Besuchern der Harmonia-Konzerte gehört. Mit lang anhaltendem Beifall dankte das Publikum für einen Konzertabend auf hohem Niveau.

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