zur Navigation springen

Waldkindergarten : Ehrenamt stößt an seine Grenzen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt ist der Trägerverein des Moorreger Waldkindergartens im Sommer zu einem Förderverein geworden und hat seine ursprünglichen Aufgaben auf das Deutsche Rote Kreuz (DRK) übertragen. Nach den ersten 100 Tagen zogen Kindergartenleiterin Sandra Hamann und DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kienle jetzt eine positive Bilanz.

„Die Wertschätzung unserer Arbeit seitens des Roten Kreuzes ist hoch. Das war uns wichtig“, sagte Sandra Hamann. Sie empfinde es zudem als klaren Vorteil, in der alltäglichen Arbeit auf die Kompetenz eines erfahrenen Trägers zurückgreifen zu können. „Die Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben sind enorm gestiegen, und die damit verbundene Arbeit ist ehrenamtlich kaum noch zu bewältigen. Das war auch der Grund, warum wir uns einen professionellen Träger gesucht haben“, so die Gründerin und Leiterin des Waldkindergartens.

Für Kinder und Eltern hat sich kaum etwas geändert: Die Erzieherinnen wurden übernommen, die Betreuungszeiten blieben unverändert. „So wird die Kontinuität gewahrt“, sagte Kreisgeschäftsführer Reinhold Kienle.

Der Moorreger Waldkindergarten ist der erste seiner Art im Portfolio des Roten Kreuzes. „Das Konzept der Einrichtung passte zum Leitbild des DRK, und für uns lag der Charme zudem in der etwas anderen Pädagogik“, so Kienle, der zusammen mit Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg für die Pressekonferenz in den Glinder Wald gekommen war.

Die Entscheidung der Organisation habe sich als richtig erwiesen, es sei eine Win-win-Situation, so Kienle weiter. Im kommenden Jahr wird der Waldkindergarten „WaldZauber“ zehn Jahre alt. Trotz des Trägerwechsels wird er weiter autark geführt, die Verantwortung für das pädagogische Konzept und die Inhalte der täglichen Arbeit liegen bei Sandra Hamann und den anderen Erzieherinnen.

Betreut werden in der Einrichtung 30 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahre in zwei Gruppen. Das Interesse an der Waldpädagogik ist inzwischen groß geworden. Schon jetzt sind alle Plätze für das nächste Jahr vergeben, es besteht eine Warteliste.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Nov.2011 | 21:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert