Fußball : Ehlers hakt den Titel ab

Der Dienstags-Fluch setzt sich fort: Eine Woche, nachdem die 1. Herren des TSV Uetersen eine 0:1-Heimpleite gegen die SV Lieth kassiert hatten, verloren sie nun am Dienstagabend ihre Nachholpartie beim Schlusslicht SC Poppenbüttel mit 1:2. „Das war ein bescheidenes Spiel“, sagte TSV-Trainer Peter Ehlers, der sich nach dem Abpfiff große Mühe geben musste, um das Dargebotene nicht mit derberen Worten zu umschreiben.

shz.de von
24. April 2013, 21:31 Uhr

Dabei hatten die Uetersener an der Bültenkoppel zunächst mehr vom Spiel: Yannik Kouassi gab von links einen ersten Torschuss ab, der abgefälscht wurde und vorbei-ging (5. Minute). Nachdem ein Schuss von Parvis Sadat-Azizi völlig misslang, fuhren die Hausherren nach einem Freistoß von Till Mosler einen Konter über rechts und visierten das lange Eck an: TSV-Verteidiger Dennis Weber klärte den Ball zwei Meter vor der eigenen Torlinie per Grätsche zur Ecke (12.). Als sich Sadat-Azizi von links aus nicht zu einem Torschuss durchringen konnte, sondern lieber noch einmal querlegte (28.), bedeutete dies bereits den letzten „Höhepunkt“ der schwachen ersten Halbzeit.

Im zweiten Durchgang kam Mario Ehlers zu seinem Landesliga-Debüt – und Poppenbüttel zum Führungstor: Nachdem die Uetersener auf ihrer rechten Abwehrseite geschlafen hatten, konnte ein SCP-Stürmer freistehend zum 1:0 einschieben (53.). Fortan hatten die Gäste zwar noch mehr Spielanteile, konnten sich vor dem gegnerischen Gehäuse aber nicht entscheidend durchsetzen. „Immer wieder hat der entscheidende Tick gefehlt, der letzte Pass ist nicht angekommen – das war alles viel zu halbherzig“, haderte Peter Ehlers. Einen 18-Meter-Schuss des eingewechselten Jannick Prien (78.) und einen weiteren Versuch von Sadat-Azizi (80.) wehrte der SCP-Keeper jeweils gut ab.

Als Dennis Albarus-Lange, der erstmals nach seiner Rückkehr in die Rosenstadt wieder das TSV-Tor hütete, in der 83. Minute einen langen Ball wegspitzeln wollte, kam er einen Tick zu spät und traf den heranstürmenden Poppenbütteler. Schiedsrichter Alexander Kahl (HSV Barmbek-Uhlenhorst) entschied auf Elfmeter, zeigte Albarus-Lange aber keine Karte. Der Strafstoß saß zum 2:0, die Partie war entschieden. In der Nachspielzeit verkürzte Mario Ehlers nach Moslers Querpass von links noch zum 2:1, doch nach dem Tor wurde die Partie gar nicht mehr angepfiffen.

„Ich bin sprachlos – wir haben zu viele Spieler, die momentan nicht ihr normales Niveau erreichen“, so Peter Ehlers, der bei nun neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer SV Blankenese zugab: „Den Titel können wir abhaken!“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert