Fußball : Ehlers: „Enormes Entwicklungspotential“

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Den im Sommer 2012 nach der Rückkehr von Peter Ehlers auf die Trainerbank aufgestellten Drei-Jahres-Plan, eine Mannschaft aufzubauen, die in die Oberliga Hamburg aufsteigen und dort auch die Klasse halten kann, konnten die 1. Herren des TSV Uetersen nicht einhalten. Auch in der kommenden Saison 2015/ 2016 gehen die Rosenstädter in der Landesliga an den Start, nachdem sie den Aufstieg in die höchste Hamburger Spielklasse 2013 und 2014 als Dritter jeweils nur hauchdünn sowie zuletzt im Mai als Fünfter etwas klarer verpasst hatten.

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13. Juli 2015, 22:36 Uhr

Hatte Peter Ehlers vor Jahresfrist noch die Meisterschaft als Ziel für die Spielzeit 2014/ 2015 ausgegeben, so schlägt er nun, nach der Zielsetzung für die neue Saison befragt, deutlich leisere Töne an. „Wir geben keinen bestimmten Tabellenplatz als Ziel aus, wollen aber natürlich versuchen, wieder im oberen Drittel des Klassements dabei zu sein.“ Dabei weiß Peter Ehlers, dass viele der gegnerischen Mannschaften personell stark aufgerüstet haben. Neben dem Kreis-Rivalen Wedeler TSV, dem TSV Sasel und TuRa Harksheide schätzt der 48-Jährige auch den FC Teutonia 05, der unter anderem Frank Saaba vom TSV holte, als „sehr stark“ ein. Dagegen übten sich die Uetersener auf dem Transfermarkt in Zurückhaltung: Den Verbleib in ‒ oder zumindest nahe an ‒ der Landesliga-Spitzengruppe soll ein deutlich verjüngtes TSV-Team sichern. Mit Kapitän Christian Förster, Torwart Christoph Richter, Stürmer Saaba, Offensivmann Parvis Sadat-Azizi und Verteidiger Dennis Weber haben gleich fünf erfahrene Spieler den Verein verlassen. Dem gegenüber stehen drei 18-Jährige, die aus der eigenen A-Jugend in den Liga-Kader hochgezogen wurden, sowie als einziger externer Zugang Lennart Maack (20), der beim SV Rugenbergen zuletzt vornehmlich für die U23 verteidigte. „Unsere vordringliche Aufgabe ist es jetzt, schnell eine neue Hierarchie in unserer Mannschaft zu finden“, weiß Peter Ehlers, der im Jugendstil aber auch eine große Chance sieht: „Wir haben jetzt ein Durchschnittsalter von 22 Jahren. Wenn es uns gelingt. diese Mannschaft über mehrere Jahre zu halten, hat sie ein enormes Entwicklungspotential!“ Der Coach räumte auf Nachfrage zwar ein, dass in Uetersen vorerst wohl etwas kleinere Brötchen gebacken und die Erwartungen heruntergeschraubt werden müssen, stellte aber auch klar. „Wir wollen schon soweit wie möglich oben mitspielen!“

Damit dies gelingt, kündigte der frühere Zweitliga-Spieler einige Veränderungen an: „Wir wollen etwas umstellen, sprich am System und an der Taktik feilen.“ Stolz ist Peter Ehlers darauf, dass alle TSV-Spieler im Kreis Pinneberg leben und mit fünf Ausnahmen sogar alle in Uetersen oder Tornesch wohnen. „Deshalb haben alle Spieler eine sehr hohe Identifikation mit der Mannschaft und Uetersen“, so Peter Ehlers, der abschließend betonte: „Diesen Spielern möchten wir gerne gute Bedingungen zum Trainieren und Fußballspielen bieten!“

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